Die wahrscheinlich umweltfreundlichste Suchmaschine der Welt

20 Prozent der CO2-Emissionen gehen auf die Vernichtung der Regenwälder zurück. Die Internetsuchmaschine Ecosia hat sich zum Ziel gesetzt, Regenwald zu schützen und zwar jährlich eine Fläche von der Größe der Schweiz.

Anstatt mit einer anderen Suchmaschine CO2 durch den Betrieb der Server auszustoßen, soll mit Ecosia CO2 eingespart werden – der größte Teil durch den Schutz des Regenwaldes, denn mit jeder Suchanfrage werden etwa zwei Quadratmeter Regenwald geschützt. Das Geld verdient Ecosia dabei durch Klicks der Benutzer auf gesponserte Links, die neben den Suchergebnissen angezeigt werden.

Da bei zwei Prozent der Suchanfragen auf gesponserte Links geklickt wird, verdient Ecosia im Moment etwa 0,13 Cent pro Suche. Davon werden zirka 80 Prozent an das Regenwaldprojekt des WWF gespendet. Zurzeit handelt es sich dabei um ein Projekt im Juruena National Park in der Amazonas Region von Brasilien. Des Weiteren wird bei der Nutzung von Ecosia gegenüber anderen Suchmaschinen CO2 eingespart, weil die Server der Suchmaschine mit Ökostrom betrieben werden.

Diese umweltfreundliche Suchmaschine wird von Yahoo, Bing und dem WWF unterstützt. Die Suchresultate sind identisch mit denen von Yahoo und Bing, Ecosia funktioniert für den Internetbenutzer genauso wie andere Suchmaschinen. Im Gegensatz zu diesen werden aber alle Benutzerdaten innerhalb von 48 Stunden gelöscht und es werden keine Benutzerprofile erstellt.

Ziel von Ecosia ist es, dass ein Prozent der Internetnutzer diese Suchmaschine verwendet. Damit würde jedes Jahr eine Regenwaldfläche mit der Größe der Schweiz geschützt. Ein durchschnittlicher Internetnutzer, kann mit Ecosia pro Jahr 2.000 Quadratmeter Regenwald schützen. Wie viele Quadratmeter bereits durch die Benutzung dieser Suchmaschine geschützt wurden, bekommt der Nutzer auf der Seite angezeigt.

Ecosia wurde Ende 2009 von Christian Kroll (26) gegründet. Zurzeit arbeiten 15 Menschen weltweit für die unabhängige private Organisation und setzen sich so für den Schutz des Regenwaldes ein. Wenn auch Sie Regenwald kostenlos durch Ihre Internetsuche schützen wollen, richten Sie doch gleich Ecosia als Ihre Standardsuchmaschine ein!

Judith Kronberg

4 Bemerkungen

  • Lassen wir uns nicht täuschen: Hinter Ecosia stecken die Suchergebnisse von Bing und Yahoo. Und deren Rechner laufen mit ganz normalem Strom.

    Regenwald wird nur “gerettet”, wenn man auch wirklich auf die Anzeigen klickt- sonst kommt kein Geld herein. Die reine Suche bringt gar nichts. Und da ich mit Werbeblocker unterwegs bin, rette ich kein bißken Wald.

  • @ Ulf:
    Mag sein, aber die Idee dahinter ist hübscher, als der Gedanke, dass Google mein ganze Suchverhalten speichert und durchleuchtet.

    Ich verwende Ecosia, komme aber auch häufig um die Suche über google nicht herum, da die Suchergebnisse dort besser sind. Aber ich versuche immer zuerst über Ecosia oder Forestle zu suchen. Was macht das für einen Unterschied? Vielleicht 1 Minute? Vielleicht 5? Und? Ich finde, dass ist es mir Wert, wenn ich damit nur ein kleines bisschen eine schöne Idee unterstützen kann oder tatsächlich ein bisschen Planet mehr bewahre.

    Viele Grüße

  • Lieber Ulf, lies dir doch den FAQ von Ecosia durch. Dann siehst du, dass selbst eine normale Suche über Ecosia insofern was Gutes ist, weil die Suchergebnisse auf den Ecosia-Servern bearbeitet werden, die mit Öko-Strom laufen. Der CO2-Ausstoß einer Ecosia-Suche ist also geringer als der CO2-Ausstoß einer Suche direkt bei Yahoo. Ist zwar nicht viel, aber immerhin. Ecosia zu benutzen macht einen vielleicht nicht zu einem Heiligen, dennoch sehe ich keinen Grund, dieses nette Projekt derart mies zu machen!

  • Sabrina und Johannes kann ich nur zustimmen.

    Ich bin dafür, daß das internationale Gesetz erlassen wird, daß alle Server (% des täglichen CO2-Ausstoßes?) auf diesem Planeten nur mit Ökostrom laufen dürfen und daß es dafür täglich, variierende Stichkontrollen unabhängiger Einrichtungen gibt, wegen der schwarzen Schafe.

    Möglich wird das, wenn der Ökostrom den Nicht-Ökostrom preislich so lange unterbietet und alle nur noch Ökostrom wollen, der Service stimmt, der dadurch erreichte Umsatz und Überschuß täglich dem Ausbau erneuerbarer Energien und Öko-Energie-Netzwerken sowie Reserveverteilern zukommt. Geht nicht, gibt’s nicht. WIE? Lautet die Frage!

    Hier stellt sich auch definitiv die Frage nach Abhängigkeit(en), Autonomie und dem längeren ATEM!

    Wer immer auch es anpackt, R-E-S-P-E-K-T!

    Das ist zwar nicht vollständig und im Detail durchdacht und in sich geschlossen als unfehlbarer Erfolg, aber es ist möglich die Erde solange bewohnbar zu machen bis die Sonne den Löffel aufgibt. Und bis dahin haben wir noch ganz andere Überraschungen oder die, die nach uns kommen.

    Wer meint, nach mir die Sintflut, dem widerfährt sie erst recht.

    Ein Bon-Bon für die Wechsler zu Ökostrom, könnte ein Bonus sein in Form eines Zertifikates Bsp.: “I love my planet”, Treue-Bonus, Gutscheine, Rabatte, Aktionen, Ich bin Umweltschützer, Du auch?, Camps, Wettbewerbe, Feste etc…….Nettigkeiten, die einen Jeden von uns immer wieder mal positiv erreichen und beflügeln.

    So far!