„Cooling down!“ – spielerische Einblicke in die Klimapolitik

Was passiert eigentlich auf den Klimaschutz-konferenzen, wenn sich Diplomaten und Experten aus aller Welt hinter verschlossenen Türen treffen? Und warum kommen die Konferenzteilnehmer so selten zu einem wirklich bedeutungsvollen Ergebnis?

Eine Antwort auf diese Fragen bietet das strategische Simulationsspiel „Cooling down!“, das vom Bonner Politikwissenschaftler Dr. Otto Ulrich zusammen mit verschiedenen UN-Sekretariaten, der Welthungerhilfe, dem Bundesumweltministerium, dem Auswärtigen Amt und unter Berücksichtigung einschlägiger Arbeiten des Weltklimarates, der MunichRe, des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie entwickelt wurde.

Ziel des Spiels ist es, gemeinsam den Ausstoß an CO2 bis zum Jahr 2050 um 50 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dabei vermittelt es ein globales Wissen über den Zusammenhang zwischen Klimawandel, Katastrophenvorsorge und der Chance, das CO2-Reduktionsziel zu erreichen. Im Fordergrund steht dabei der Dialog der Spieler, die neben der Informationsaufnahme auch lernen, was es heißt, Entscheidungen treffen und deren Folgen bewältigen zu müssen.

Das Brettspiel richtet sich an Führungskräfte aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft, genauso wie an junge Menschen ab 14 Jahren, die an den Folgen des Klimawandels interessiert sind oder an die Thematik herangeführt werden sollen. Es eignet sich für Schulen, Betriebe, Universitäten, Konferenzen – und für den Familientisch. Gespielt wird in Kleingruppen zu zirka sechs Personen.

Zu beziehen ist das Spiel für 29,90 Euro (plus Versandkosten) über die Website von „Cooling down!“. Pro verkauftem Spiel geht ein Anteil des Erlöses an die Mitarbeiter der Behindertenwerkstatt Eichhof, die das Spiel zusammenstellen, sowie ein Euro an die Andheri-Hilfe Bonn, die ein Klimaprojekt in Indien unterstützt. Außerdem werden die beim Transport zum Kunden entstandenen CO2-Emissionen durch die Förderung der Aufzucht von nachhaltigen Wäldern in Panama kompensiert.

Corinna Lang

Add comment