Die Grenzen des Denkens

Warum fällt es uns eigentlich so schwer, in puncto Wirtschaft, Politik oder Umweltschutz Entscheidungen zu treffen und Maßnahmen zu ergreifen, die wirkungsvoll sind und gegebene Missstände spürbar verbessern? Und weshalb führen offensichtlich nahe liegende Ansätze nicht zwangsläufig zur Lösung von Problemen?

Die Antwort ist einfach und doch nicht leicht: Weil wir erst lernen müssen, unser Denken an die komplexen Systeme, in denen wir leben, anzupassen. Eine Einführung in systemisches Denken liefert Donella H. Meadows’ Buch „Die Grenzen des Denkens – Wie wir sie mit System erkennen und überwinden können“.

Auf leichtverständliche Weise bietet Meadows Einblicke in die Systemtheorie sowie Systemanalyse und gibt Hilfestellung für die Gestaltung einer besseren Zukunft.

Mit zahlreichen Beispielen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Ökologie verdeutlicht die Autorin die Vielseitigkeit und Funktionalität von Systemen. Schematische Wirkungsgefüge und Diagramme veranschaulichen dabei die Ausführungen. Außerdem lockern so genannte „Zwischenspiele“ aus Geschichten und Anekdoten die Materie auf.

Donella (Dana) H. Meadows beendete bereits 1993 den Entwurf des Buches. Das Manuskript blieb damals jedoch unveröffentlicht. 2001 starb Meadows unerwartet. Sieben Jahre später beschlossen Mitarbeiter des Sustainability Institute in Hartland, USA, das Manuskript posthum zu veröffentlichen. Die deutsche Ausgabe erschien Anfang 2010 im oekom verlag, München.

Bekannt wurde Dana Meadows als Mitautorin der 1972 erschienenen Studie „Die Grenzen des Wachstums“. Der im Auftrag des Club of Rome erstellte Bericht legt dar, wie ein anhaltendes Bevölkerungs- und damit verbundenes Konsumwachstum, Öko- und soziale Systeme erheblich beeinträchtigen können.

Corinna Lang

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