Die skrupellosen Machenschaften der Weltkonzerne

Machenschaften der Weltkonzerne

„Weltweit schuften zwölf Millionen Kinder für die Herstellung billiger Exportware. 360 Dollar-Milliardäre sind so reich wie die ärmsten 2,5 Milliarden Menschen zusammen. Eine jährliche Abgabe von einem Prozent ihres Reichtums könnte diese Menschen mit Trinkwasser und Schulen versorgen. Die 500 größten Konzerne setzen ein Viertel des Welt-Bruttosozialprodukts um und kontrollieren 70 Prozent des globalen Handels. Sie beschäftigen aber nur 0,05 Prozent der Weltbevölkerung. Jedes Jahr sterben zehn Millionen Kinder, deren Eltern das Geld für Medikamente fehlt. Tagtäglich verenden 100.000 Menschen an den Folgen von Hunger und Ausbeutung.“

Dieses Zitat stammt aus dem Bestseller „Das neue Schwarzbuch Markenfirmen – Die Machenschaften der Weltkonzerne“, in welchem Klaus Werner und Hans Weiss die ethisch und ökologisch verwerflichen Praktiken großer Konzerne aufdecken.

Neben eigenen, enthüllenden Recherche-Beiträgen, verweisen die Autoren auch auf nicht weniger schockierende Rechercheergebnisse anderer Journalisten und Organisationen.

So informieren sie unter anderem über:
– Pharmaunternehmen, die unethische Medikamentenversuche finanzieren,
– Ölfirmen, die in Bürgerkriege und Waffenhandel verstrickt sind,
– Lebensmittelproduzenten, die ihre Angestellten ausbeuten und Kinder für sich arbeiten lassen,
– Automobilkonzerne, die an der Zerstörung von Regenwäldern oder am Handel mit Atomwaffen und Antipersonenminen beteiligt sind.

Die Vorwürfe der beiden Autoren sind erschreckend. Doch so unglaublich sie an manchen Stellen auch anmuten, die Tatsache, dass nicht ein einziger Konzern juristisch gegen die Aussagen von Werner und Weiss vorgingen, gibt ihnen Recht.

Die gute Nachricht: Werner und Weiss erklären ihren Lesern auch, wie sie Druck auf die Unternehmen ausüben können. „Dabei wollen wir niemanden zum Verzicht oder zur völligen Änderung des Lebensstils nötigen. Denn wir glauben, dass es besser ist, wenn viele einen Schritt tun, als wenn wir eine Handvoll engagierter Menschen überzeugen, die ohnehin nicht überzeugt werden müssen“, erklären die Autoren ihre Intention.

Dass Nachhaltigkeitsforderungen vonseiten der Konsumenten tatsächlich einen Einfluss auf Unternehmensstrategien haben, bestätigt eine Umfrage der Managementberatung Brands & Values unter 1.200 Unternehmenschefs. So gaben laut horizont.net 75 Prozent der Unternehmer den Wunsch der Konsumenten nach nachhaltigen Produkten als Haupttreiber für ein Umdenken an.

Corinna Lang

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