CO2–Reduzierung bei denkmalgeschützten Altbaufassaden möglich

Denkmalgeschützte Fassade

Denkmalgeschützte Gebäude sehen gut aus und geben dem Stadtteil ein unverwechselbares Gesicht. Die Erhaltung der baukulturellen Denkmäler ist auf lange Sicht aber nur möglich, wenn Eigentümer und Benutzer sie mit vertretbaren Energiekosten bewirtschaften können und Sanierungsmaßnahmen im „Rahmen“ bleiben.

Zur energetischen Sanierung steht  im Denkmalschutz oftmals nur die Dämmung der Außenwand von innen zur Verfügung. Leider hat die Innendämmung einer Außenwand den Ruf, nicht zu funktionieren oder Folgeschäden, wie Durchfeuchtungen, zu verursachen. Allerdings ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, eine Innendämmung im Altbau aus energetischer und hygienischer Sicht besser als gar keine Dämmung.

Zur Vorbeugung von Feuchteschäden sind bei Innendämm-Maßnahmen die richtige Materialauswahl sowie eine sorgfältige Planung und Ausführung erforderlich! Die Innendämmung ist zweifellos problematisch – aber nur deshalb, weil vieles falsch gemacht und oft auch immer wieder falsch informiert wird. Wichtig ist ein stimmiges Gesamtkonzept, bei dem die originale Bausubstanz und das historische Erscheinungsbild erhalten bleiben. Es muss sehr eng mit dem Nutzer, einem bewährten Netzwerk an zuverlässlichen Handwerkern und den Denkmalschutzbehörden zusammen gearbeitet werden. Von Anfang an müssen alle Bereiche mit eingebunden werden, um einen gemeinsam vertretbaren Weg zu finden.

Die Aufgabe des Denkmalschutzes sollte die weitgehende Erhaltung der originalen Bausubstanz und des historischen Erscheinungsbildes sein. Jugendstilfassaden, Fachwerkgebäude oder alte Klinkerfassaden dürfen nicht einfach hinter einer Wärmedämmung verschwinden. Bei denkmalgeschützten Fenstern sind die BehördenInnenwand; Foto: Fotolia besonders penibel. Neue Energiesparfenster mit einem breiteren Rahmen werden in der Regel abgelehnt. Muss ein Fenster ausgetauscht werden, können Fensterbauer die alten Fenster restaurieren und mit dem Einsatz von Wärmeschutzverglasung auf moderne Isolierglaswerte aufarbeiten. Außerdem bieten sich zur Aufarbeitung des Rahmens  alte Werkstoffe wie zum Beispiel Leinöl an. Weitere Einsparpotentiale ergeben sich durch eine zusätzlich vorgesetzte Glasscheibe im Innenbereich.

Ökologische und nachhaltige Energieeinsparung heißt auch, entsprechende Materialien und Techniken einzusetzen. Strahlungswärme mit einer diffusionsoffenen, beheizten Innendämmung-Wandheizung zu erzeugen, die mit einem intelligenten Energieleitsystem und Solarthermie kombiniert wird, bedeutet für die meisten Bestandsgebäude eine Energieeinsparung von zirka 60 bis 70 Prozent.

Durch das Energieleitsystem wird auch im Winter jeder „Sonnenstrahl“ zum Heizen genutzt. Bereits ab 30 Grad Kollektortemperatur wird die Wärme in die Wandheizung eingelagert und gespeichert. Zum Einsatz kommen hierbei nur natürliche Baustoffe wie Holzweichfaserplatten, Schamottsteine, natürlicher Kalk- oder Lehmputz und die natürliche Strahlungswärme der Sonne.

„Ökologisch und umweltfreundlich Dämmen und klimafreundlich Heizen!“ lautet die Devise. Jedes Haus ist so individuell wie seine Besitzer. Dementsprechend ist auch eine energetische Sanierung für jedes Objekt anders. Für weitere Informationen steht Ihnen gerne der Energieberater Bernhard Kronfeld unter der Rufnummer 06162 9157001 oder per E-Mail unter bernhard.kronfeld@ebk-reinheim.de zur Verfügung.

Bernhard Kronfeld

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