Aire Atemmaske: Strom durch Atemluft

Aire Atemmaske

Bei anhaltendem Klimawandel und steigenden Strompreisen ist es wohl der Wunsch von vielen Menschen, sich selbst um die eigene Stromversorgung zu kümmern und so der Energieindustrie die sprichwörtliche lange Nase zu zeigen. Der brasilianische Designer João Paulo Lammoglia hat sich dafür ein ganz besonderes Designkonzept einfallen lassen. Mit seiner Aire Atemmaske lassen sich Gadgets wie Mobiltelefone oder MP3-Player mit der eigenen Atemluft und somit zum Nulltarif aufladen.

Die Idee ist ebenso gut wie einfach: Ob beim Schlafen, Joggen, Lesen oder Spazieren – wer Strom braucht, schnallt sich einfach die Aire Atemmaske auf und kann damit ganz nebenbei Strom erzeugen. Laut dem Konzept befinden sich dabei im Inneren des innovativen und klimafreundlichen Ladegerätes winzige Windräder, die mit Hilfe eines Elektromagneten aus der Atemluft des Trägers nutzbare Energie erzeugen sollen. Mit dieser lassen sich dann, ohne einen Cent dafür zu bezahlen, kleinere Elektrogeräte aufladen.

112-sport 3Zugegeben, die Aire Atemmaske von João Paulo Lammoglia sieht absolut gewöhnungsbedürftig aus, aber die Idee als solche ist definitiv interessant. Windenergie durch Atmung steht rund um die Uhr zur Verfügung und ist völlig unabhängig von Ort oder Uhrzeit. Da verwundert es nicht, dass das Konzept des brasilianischen Designers mit dem red dot Design Award, einem der bekanntesten europäischen Designpreise, ausgezeichnet wurde. Ob die innovative Idee allerdings überhaupt technisch umsetzbar ist, ist aufgrund des doch eher sanften Atem-Luftzugs allerdings doch eher fraglich.

Eine alternative autarke Stromerzeugungsmöglichkeit für Kurzatmige, wie beispielsweise starke Raucher, hat Sony unlängst in Japan auf den Markt gebracht. Das CL-A2LAS Ladegerätkann Gadgets mit emissionsfreiem und kostenlosem Strom versorgen, der über eine Handkurbel erzeugt wird. Neben einem 4.000 Milliamperestunden Akku verfügt das umgerechnet knapp 80 Euro teure Gerät über zwei USB-Anschlüsse für die zu ladenden Elektrogeräte. Laut Sony muss man dabei fünf Minuten kurbeln, um eine Minute per Handy oder Tablet im Internet zu surfen.

Matthias Schaffer

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