Weltgemeinschaft: Klimafinanzierung in Milliardenhöhe beschlossen

Wie das Nachrichtenmagazin „WIWO Green“ gestern berichtete, hat die Weltgemeinschaft in Kopenhagen bekannt gegeben, die Zahlungen für den weltweiten Klimaschutz ab 2020 auf 100 Milliarden US-Dollar jährlich aufstocken zu wollen. Diese sogenannte Klimafinanzierung soll vor allem an Entwicklungsländer gehen, die, aufgrund fehlender finanzieller Mittel, keine oder keine ausreichenden Maßnahmen ergreifen können, um ihre Treibhausgas-Emissionen zu verringern und so ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

In den letzten Jahren war der jährlich für den Klimaschutz aufgewendete Betrag fast zweihundert Mal niedriger, als die durch den Klimawandel verursachten Kosten. Dieses Ungleichgewicht versucht die Weltgemeinschaft nun mit der Aufstockung der Zahlungen auszugleichen. In welche Länder und Projekte die 100 Milliarden US-Dollar genau fließen werden, soll nun im Rahmen der Weltklimaschutzkonferenz, die momentan in Lima (Peru) stattfindet, diskutiert werden.

Der größte Teil der Summe wird aber, laut WIWO Green, über den auf der Weltklimakonferenz 2010 in Cancun gegründeten „Green Climate Fund“ (GCF) verteilt werden. Experten sehen darin einen Vorteil vor allem für kleinere und wirtschaftlich schwächere Staaten, dessen Vertreter im Gremium des GCF sitzen und so Einfluss auf die gerechte Verteilung der 100 Milliarden US-Dollar nehmen können.

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