Verbot von Diesel-Autos in deutschen Städten

Diesel-Verbot in Innenstädten
Immer mehr deutsche Städte überlegen Diesel-Autos zu verbieten

Das Verbot von Diesel-Autos könnte bald in Stuttgart und in anderen  deutschen Großstädten Realität werden. Wegen der hohen Luftverschmutzung will die Regierung in Baden-Württemberg mehr für die Verbesserung der Luftqualität tun. 

Europa will umweltfreundlicher werden und das Diesel-Auto soll weg. Angesichts des noch schwelenden Abgasskandals und zunehmender Luftverschmutzung in vielen europäischen Mitgliedstaaten ist das Diesel-Auto der Kernpunkt in der Debatte um Umweltschutz geworden. Einige Länder der EU, zum Beispiel Frankreich und Großbritannien,  haben sich schon dazu entschlossen, das Diesel-Auto bald aus dem Verkehr zu ziehen und ausschließlich Autos mit Elektroantrieb auf den Markt zu bringen.

In Deutschland hat das Thema Diesel-Autos viel Auftrieb erhalten. In Stuttgart spricht man bereits von einem Verbot von Diesel-Autos.

„Das Verbot verstoße nicht gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, weil der Gesundheitsschutz höher zu gewichten sei als das Recht auf Eigentum und die allgemeine Handlungsfreiheit der vom Verbot betroffenen Kraftfahrzeugeigentümer“, sagte Verwaltungsrichter Wolfgang Kern. „Das Verbot von Diesel-Autos dürfe nicht nur an Tagen mit überhöhten Schadstoffwerten gelten. Diesel-Autos müssen durchgängig verboten bleiben, um die Luftqualität zu verbessern“, so Kern.

Der Verwaltungsrichter hat nach einer Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) sein Urteil verkündet. Das Urteil solle sorgfältig geprüft werden. Mögliche Fahrverbote ab dem 1. Januar 2018 seien derzeit nicht abzuschätzen.

Betroffen wären laut „Der Tagesspiegel“ ein Dutzend Großstädte, die nun unter großem Druck stehen. Auf dem kommenden Diesel-Gipfel in Berlin wollen verantwortliche Politiker Lösungen finden. „Eine Einigung zur Nachrüstung einer festgelegten Zahl von Fahrzeugen und Reduzierung des Stickoxid-Ausstoßes wäre ein starkes Signal“, sagte Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA) Matthias Wissmann.

 

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