UN-Umweltversammlung: „Wir wollen eine umweltbelastungsfreie Welt“

Ziel der UN-Umweltversammlung ist es, Die Welt von Umweltbelastungen zu befreien.
Mit ihren Maßnahmen möchte die UN-Umweltversammlung solche Schlagzeilen verringern.

Jedes Jahr sterben 6,5 Millionen Menschen an Atemwegserkrankungen. Das dies nicht ganz unabhängig von Umweltproblemen ist, ist kein Geheimnis. Um eben solche Probleme zu lösen fand diese Woche bereits zum dritten Mal die UN-Umweltversammlung statt. Während dieser Zeit diskutieren Minister und Experten über Lösungsansätze und bereits vorhandene Maßnahmen in den verschiedenen Mitgliedstaaten. Ihr Ziel: eine belastungsfreie Umwelt.

Im Februar 2013 rief das UN-Umweltprogramm die UN-Umweltversammlung (United Nations Environment Assembly, UNEA) ins Leben. 2014 tagte sie schließlich zum ersten Mal in Nairobi und beschäftigt sich seitdem das Hauptentscheidungsorgan des UN-Umweltprogramms. Diese Woche kam die Versammlung zum dritten Mal zusammen und beschäftigte sich vor allem mit den Anstrengungen zur Bekämpfung von Wasser-, Luft-, Meeres- und Bodenverschmutzung. Als Vertreter für Deutschland war Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Umweltministerium vor Ort. Zusammen mit Vertretern der Mitgliedsstaaten, NGOs, Unternehmen und weiteren Einzelpersonen diskutierte er dort über die Präsentationen unter dem Motto „Beat Pollution“. Inhalt dieser Präsentationen waren 2,4 Millionen freiwillige Verpflichtungen, die zur Verbesserung der Umwelt beitragen sollen. Dabei wird sich von anderen Nationen abgeschaut, aber auch darüber beraten, was im eigenen Land Sinn macht.

Was wird sich nach der UN-Umweltversammlung ändern?

Zum Abschluss formulierten Minister, Wissenschaftler und Organisationen einen gemeinsamen Aufruf zu konsequenten Maßnahmen gegen Umweltverschmutzung weltweit. „Umweltverschmutzung trifft vor allem die ärmeren Teile der Bevölkerung. Der Einsatz für einen verschmutzungsfreien Planeten ist daher auch ein Einsatz für eine gerechte und lebenswertere Welt. Dafür müssen wir unsere Infrastruktur umweltverträglich modernisieren, Produktion und Lebensstile nachhaltiger gestalten und anspruchsvolle Umweltstandards effektiv umsetzen“, so Flasbarth. Dementsprechend wurden von den Teilnehmern der UN-Umweltversammlung einige Resolutionen beschlossen, die konkrete nächste Schritte der Mitgliedstaaten betreffen. Dabei geht es unter anderem um Boden-, Wasser-, Meeres- und Luftverschmutzung sowie gegen Verschmutzung durch bleihaltige Produkte und die Gesundheitsfolgen von Umweltverschmutzung. Zudem soll nun eine internationale Expertengruppe zur Bekämpfung von Plastikmüll in den Meeren eingesetzt werden.

Was wird Deutschland tun?

Eine Maßnahme, die vom Bundesumweltministerium (BMUB) umgesetzt wird, ist die Förderung des „International Sustainable Chemistry Collaborative Centre“ in Bonn. Doch wir helfen auch dort, wo es nicht so einfach ist. Dazu fördert das Bundesumweltministerium die UN-Allianz „PAGE“ für Grünes Wirtschaften mit 13 Millionen Euro für Maßnahmen in Entwicklungsländern. Außerdem wird die Ausrichtung der Konferenz der Internationalen Stickstoffinitiative 2020 in Berlin vom BMUB geplant.

Quellen: ARD Mediathek, BUND