Umweltministerin fordert Verbot der grünen Gentechnik

Die Deutschen sind sich dabei fast einig: Einer aktuellen Umfrage nach sind 84 Prozent der Befragten gegen den Anbau von genetisch veränderten Pflanzen. Auch Umweltministerin Barbara Hendricks fordert nun ein völliges Verbot der grünen Gentechnik in Deutschland. Sie sagte dazu, das Verfahren sei ein Risiko für Mensch und Umwelt und werde von den Konsumenten weitestgehend abgelehnt.

Das EU-Parlament hat am Dienstag den Weg für die Mitgliedsstaaten frei gemacht, selbst darüber zu entscheiden, ob der Anbau genetisch veränderter Organismen (GVO Anbau) in den jeweiligen Ländern erlaubt wird oder nicht. Hendricks begrüßte die neue Richtlinie und fordert nun, von dieser Regelung Gebrauch zu machen und den GVO Anbau bundesweit zu verbieten.

Doch auch im Falle eines Verbotes könnten genetisch veränderte Pflanzen in die Bundesrepublik gelangen. Grund sind die geplanten Freihandelsabkommen der EU mit Kanada (CETA) und den USA (TTIP).

Der Experte Christoph Then gelangt in seiner Studie „Freihandel-Einfallstor für die Agro-Gentechnik“ zu dem Schluss, dass aufgrund der Freihandelsabkommen, trotz nationaler Verbote,  genetisch verändertes Saatgut und Pflanzen in Umlauf gelangen könnten.

Staatssekretär Jochen Flachsbarth vom Umweltministerium sagte dazu jedoch, es werde durch die Freihandelsabkommen zu keiner Senkung der deutschen Standards und somit keiner Änderung der Gentechnik-Regulierung kommen.

1 Kommentar

  • Mit den Freihandelsabkommen der EU mit Kanada (CETA) und den USA (TTIP) sind einige Hintertüren geplant, die den Angeboten aus den USA und Kanada zugute kommen. Über diese Hintertüren ist mit der Umgehung nationaler Standards und nicht erwünschten Produkten zu rechnen.

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