Trump Forest: Für Dich, Mr. Trump

Trump Forest
Trump Forest Klimaschutz sollte nicht zur Seite gelegt werden.

Es ist allgemein bekannt, dass US-Präsident Donald Trump in seiner Politik keinen starken Fokus auf Klima- und Umweltschutz legt. Auf seiner Agenda steht die Vertretung von kurzfristigen und wirtschaftlichen Interessen an erster Stelle. Weltweit sind allerdings viele der Meinung, dass Umweltschutz ernst genommen werden muss, und protestieren deshalb stark gegen Trumps Umweltpolitik. Unter den Protestierenden sind auch drei Umweltschützer aus Neuseeland. Sie wollen den sogenannten Trump Forest pflanzen, um Trumps katastrophale Klimapolitik auszugleichen. Fast 100 Millionen US Dollar wurden inzwischen investiert. 

Immer dann einen Baum pflanzen, wenn Trump das Wort „Klimawandel“ benutzt…

Dan Price, Jeff Willis und Adrien Taylor kamen Anfang dieses Jahres auf die Idee, Bäume zu pflanzen, um den nachlassenden Umweltschutz in Trumps Politik auszugleichen. Anfangs berieten sie den Plan, immer dann einen Baum zu pflanzen, wenn Präsident Trump das Wort „Klimawandel“ benutzt. Den gaben sie allerdings auf, da es schnell offensichtlich wurde, dass er von diesem Wort kaum Gebrauch machte.

Im März erließ der Präsident eine Anordnung, die die ursprünglichen Ziele des sogenannten Clean Power Plan des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama außer Kraft setzte. Sein Ziel war es dabei, die Wirtschaftsentwicklung, Arbeitsplatzbeschaffung und Energieerzeugung voranzutreiben, wodurch Umweltschutzmaßnahmen stark missachtet würden. Damit wollte Trump unter anderem die Kohleindustrie retten. Was er aber außer Acht ließ, ist die Tatsache, dass seine Art, Umweltpolitik zu betreiben, mehr als eine Milliarde Tonnen Treibhausgase in die Atmosphäre freisetzt. Aus diesem Anlass starteten die drei Neuseeländer das Projekt Trump Forest am 29. März 2017.

Es geht vor allem darum, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und gemäß den Bedingungen des Pariser Klimaabkommens die globale Erderwärmung auf 2 Grad Celsius zu begrenzen. Der Trump Forest muss sich über etwa 100.000 Quadratmeter, vergleichbar mit der Gesamtfläche des US-Bundestaats Kentucky, erstrecken, um den zusätzlichen Kohlenstoff in der Atmosphäre auszugleichen. Seit Beginn des Projekts haben Interessierte mehr als 300.000 Pflanzaufträge für 40.000 Dollar erteilt. Für den kompletten Ausgleich müssten allerdings schätzungsweise zehn Milliarden Bäume gepflanzt werden.

Wie funktioniert der Trump Forest?

Trump Forest soll eine Antwort auf Trumps rückläufige Umweltpolitik. Gleichzeitig ist das Projekt auch eine Aufforderung an diejenigen, die etwas zu Klimaschutz beitragen wollen. Interessenten können sich an dem Projekt beteiligen, indem sie bei der Wohlfahrtseinrichtung The Eden Projects eine Spende leisten und/oder Bäume selber kaufen und pflanzen. Wo die Bäume gepflanzt werden sollen, bleibt den Baumspendern überlassen.  Die Pflanzorte müssen aber dokumentiert werden.

Ein Artikel von Cobey Mauldin.