PV-Novelle: Altmaier zieht positive Bilanz

Bundesumweltminister Peter Altmaier

Im Sommer letzten Jahres wurde vom Bundestag und Bundesrat die EEG-Novelle zur Photovoltaik beschlossen. Heute, ein Jahr später, zeigt sich Deutschlands Umweltminister Peter Altmaier sehr zufrieden mit der Reform: „Der Ausbau der Photovoltaik ist jetzt auf einem nachhaltigen Kurs.“

Ziel der Reform war es, den Zubau der Photovoltaik von mehr als 7.000 Megawatt pro Jahr wieder auf einen Ausbau zwischen 2.500 und 3.500 Megawatt jährlich zu reduzieren. Auf diese Weise wollte die Bundesregierung den Anstieg der EEG-Umlage in den Griff bekommen. Laut Altmaier ist dank der Photovoltaik-Novelle auch genau dies gelungen. „Der Erfolg der Reform der PV-Förderung übertrifft die seinerzeit geäußerten Erwartungen bei weitem“, so der Bundesumweltminister. Momentan werden monatlich rund 300 bis 350 Megawatt neu installiert. Ende des ersten Halbjahres 2013 lag der Zubau bei 1.800 Megawatt.

Die Sätze für die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen wurden seit Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Jahr 1991 stark gesenkt. Aktuell liegen sie bei 15,07 Cent pro Kilowattstunde für Kleinanlagen und 10,44 Cent pro Kilowattstunde für Freiflächenanlagen. Während sich im Jahr 2010 die durch Neuanlagen entstehenden EEG-Differenzkosten auf zirka 2,2 Milliarden Euro beliefen, rechnet die Bundesregierung in diesem Jahr mit weiteren Kosten von lediglich 300 Millionen Euro für Neuanlagen.

Das Absenken der Vergütungssätze hat nicht nur dazu geführt, dass der Ausbau der Photovoltaik in Deutschland gebremst wurde. Inzwischen werden auch immer mehr Anlagen für den Eigenverbrauch installiert, deren Zubau sich nicht in den Kosten der Ökostromumlage niederschlägt. Denn die Preise für Module sind in den letzten Jahren stark gesunken, sodass sich ihre Anschaffung zunehmend ohne eine finanzielle Förderung lohnt.

Momentan sind hierzulande 34 Gigawatt PV installiert. Bei 52 Gigawatt läuft die Förderung aus.

Corinna Lang

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