Mehr erneuerbare Energien für Niedersachsen

Die Landesregierung in Niedersachsen hat am 20. September 2011 einen Entwurf für ein neues Energiekonzept unter dem Titel „Verlässlich, umweltfreundlich, klimaverträglich und bezahlbar – Energiepolitik für morgen“ beschlossen. Einer der Kernpunkte des Konzepts ist der beschleunigte Ausbau der erneuerbaren Energien in Niedersachsen. Dazu gehören Maßnahmen in den Bereichen Windenergie, Bioenergie, Biogas, Biokraftstoffe, Geothermie, Solarenergie, Photovoltaik, Solarthermie und Wasserkraft.

Darüber hinaus werden Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz, die Nutzung bestehender Kraftwerke zur Sicherung einer stabilen Energieversorgung, der Ausbau der Stromnetze und die Entwicklung von Smart Grids genannt. Die Kosten der Energiewende, der Stand der Erdgas- und Erdölförderung sowie Innovationen und Energieforschung sind ebenfalls Teil des Konzepts. Zum Schluss zeigt das Konzept die aktuellen energiebezogenen Projekte Niedersachsens auf.

Der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander erläuterte, dass Niedersachsen in 2020 25 Prozent des Verbrauchs an Energie aus Erneuerbaren decken könnte: „Nach deren erfolgreichem Ausbau werden wir hier allein 90 Prozent unseres Strombedarfs aus regenerativer Erzeugung beziehen.“ Es holte weit in die Zukunft aus: „Wir können sogar 150 Prozent schaffen – die Offshore-Windenergie mit eingerechnet.“

Das niedersächsische Energiekonzept ist der erste Teil eines Energie- und Klimaprogramms. Zwei weitere werden folgen: Für Anfang 2012 soll die Niedersächsische Klimaschutzstrategie kommen. Ein halbes Jahr später soll das Programm mit der Niedersächsischen Anpassungsstrategie vervollständigt werden. Das Ministerium für Umwelt- und Klimaschutz legt das Konzept jetzt dem zuständigen Ausschuss des Landtags vor. Darüber hinaus werden die Mitglieder der Regierungskommission Klimaschutz informiert. Sie werden daraus tatsächlich landespolitisch umsetzbare Empfehlungen aussprechen.

Der Entwurf für das neue Energiekonzept ist im Internet abrufbar unter http://www.mu.niedersachsen.de.

Susanne Kirsch

Add comment