Kommunale Partner im Klimaschutz – Kirchen

Kirchen betreiben häufig schon seit Längerem aktiven Klimaschutz

Kirchengemeinden sind schon seit einigen Jahren im Klimaschutz aktiv. Doch werden sie oftmals vergessen, wenn es darum geht, die lokalen Akteure aktiv in den Klimaschutz einzubinden. Wie sieht der Beitrag der Kirchen nun also eigentlich aus? Und wie können Kommunen diese bei ihrem Engagement in Sachen Klimaschutz unterstützen?

Kirchen sind teils länger als die Kommune selbst im Klimaschutz aktiv, das Programm und ihre Projekte bunt gemischt. So stellt beispielsweise der „Grüne Hahn“ – in Süddeutschland auch als „Grüner Gockel“ bekannt – eine Alternative zum Europäischen Umweltmanagementsystem EMAS III dar. Speziell auf die Rahmenbedingungen und Bedürfnisse der Kirchen angepasst, erfasst die Kirchengemeinde damit ihren Energieverbrauch und ermittelt die umweltrelevanten Daten. Daraus werden anschließend Verbesserungsmöglichkeiten und Handlungsstrategien entwickelt. Um die Kirchenmitglieder zu informieren und motivieren, ist eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit selbstverständlich. Momentan beteiligen sich etwa 700 Kirchengemeinden an dem Projekt.

Dem Trend in Deutschland entsprechend ist auch die Zahl von Solaranlagen auf kirchlichen Dächern in den letzten Jahren gestiegen. Auch Biomassekraftwerke kommen immer öfter zum Einsatz.bigstock-Solar-panel-on-Church-50809370

Neben energetischen Themen widmen sich die Kirchen auch dem Fairen Handel. Eine faire Beschaffung der Kommune sowie der Verkauf von fairen Produkten beim Kirchencafé sollen zu einem nachhaltigen Konsumverhalten anregen. Hierfür sind die Projekte „Faire Gemeinde“ oder „Zukunft einkaufen“ zuständig. Um eine nachhaltige Mobilität geht es beim „Autofasten“ sowie „RegioÖl“. Eher ungewöhnlich sind die Neubau- und Sanierungsprojekte von kirchlichen Einrichtungen im Passivhausstandard.

Die Landeskirchen und Bistümer werden inzwischen auch oftmals von eigenen Klimaschutzbeauftragten direkt vor Ort unterstützt. Sie wirken zusammen mit den aktiven Mitgliedern, wie der Evangelischen Landjugend oder der Deutschen Pfadfinderschaft, als Multiplikator vor Ort und stoßen Veränderungen an.

Für sie ist der Klimaschutz oftmals eine Selbstverständlichkeit. Denn die Bewahrung der Schöpfung und die „Eine-Welt-Gerechtigkeit“ sind zentrale Glaubensaussagen, für die es sich zu engagieren lohnt.

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