Kommunale Partner im Klimaschutz – Kindergärten

Ein nachhaltiger Umgang mit Natur und Umwelt lernt sich früh

Schon den Kleinsten kann man auf spielerische Art und Weise zeigen, was Klimaschutz bedeutet und wie man im Alltag auf mehr Nachhaltigkeit achtet. Ein Kindergarten in Bottrop macht es vor – „früh übt sich“ heißt es schließlich.

Hervorgegangen ist das inzwischen abgeschlossene Pilotprojekt aus dem Klimaschutzkonzept der Stadt Bottrop und der Initiative der Kindertagesstätte (KiTa) Quellenbusch. Bereits in den Nachbarstädten Gelsenkirchen und Oberhausen befasste sich die Lokale Agenda 21 mit den Themen Umwelt- und Naturschutz in Kindergärten. Hier steht eine Zertifizierung mit entsprechender Checkliste zu Nachhaltigkeit und ressourcenschonendem Arbeiten im Mittelpunkt des Projektes.

In Bottrop orientierte man sich an dem Programm der Vorreiter, ergänzte die Richtlinien für die Zertifizierung jedoch um die Themen Klimaschutz und Energie mit entsprechenden Projekten und Projektwochen. Im September 2012 konnte es dann an die konkrete Umsetzung des Projektes gehen. Hierzu wurden zunächst die „Energiedetektive“ gegründet. Dabei haben Vorschulkinder und besonders aufgeweckte Jüngere einmal in der Woche und in zusätzlichen Projektwochen spielerisch die Funktionen von Energie, Strom und Wärme gelernt. Und damit das Ganze nicht bei der bloßen Theorie blieb, sondern das Interesse der Kinder stetig neu geweckt wurde, ging es mal zu einer Freiflächen-Photovoltaikanlage, mal zu einer Kläranlage. Die Erzieherinnen wurden dabei vom Klimaschutzmanager der Stadt unterstützt, der den Kleinen beispielsweise das Thema „Wind“ mit dem Basteln von Windrädern näher gebracht hat.

Daneben entstand – wie schon in Gelsenkirchen und Oberhausen – eine Checkliste, die um die Schwerpunkte Energieverbrauch, Energieeinsparung, Mülltrennung, Müllvermeidung und Umgang mit Trinkwasser ergänzt wurde. Die Pilotphase ist inzwischen abgeschlossen – das Projekt „Klimaschutz im Kindergarten: kleine Schritte, große Wirkung“ geht nun in die nächste Runde. Durch die gute Pressearbeit und Dokumentation des Projektes konnten nun auch weitere KiTa’s für das Thema Klimaschutz und Ressourceneffizienz gewonnen werden. Nun soll jeweils nach den Sommerferien eine neue Phase gestartet werden, bei der weitere Projektpartner einsteigen können. Den Abschluss jedes erfolgreichen Jahres bildet schließlich die Auszeichnung der teilnehmenden Kindergärten und Tagesstätten.

Wie können solche Projekt finanziert werden? Schließlich sind die Haushalte vieler Kommunen überlastet. Im Falle von Bottrop konnte das Projekt im Rahmen des Klimaschutzkonzepts umgesetzt werden, für dessen Realisierung den Städten auch oftmals Fördergelder zur Verfügung stehen. Bildungs- und Anschauungsmaterial, wie Infohefte und Broschüren oder kleine Give-aways, können zumeist kostenfrei über das Internet bestellt werden. 

Doch als maßgeblich für das Gelingen des Projektes gilt vor allem das Engagement der Erzieherinnen und Erzieher und des Klimaschutzmanagers. Das Projekt bietet schließlich ein hohes Maß an Nachahmbarkeit und dient im Bereich der Kinder- und Jugendausbildung als ein gutes Beispiel, wie Klimaschutz schon den Kleinsten verständlich gemacht werden kann.

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