IRENA nicht mehr länger heimatlos

Seit Montag ist es entschieden: Der Hauptsitz der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) wird Abu Dhabi. Doch auch die beiden Mitstreiter Bonn und Wien werden nicht leer ausgehen. Ein von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel vorgestellter Kompromissvorschlag, der alle drei Städte mit einbezieht, sorgte für Einigung.

Die Vereinten Arabischen Emirate konnten mit 150 Millionen US-Dollar Anfangsbudget sowie einem von Abu Dhabi bereitgestellten Fonds für umweltgerechte Energieprojekte in Höhe von 50 Millionen Dollar punkten. Das IRENA-Sekretariat soll nun Teil der geplanten Ökostadt Masdar City werden, die sich vollständig über erneuerbaren Energien versorgen und daher CO2-neutral sein wird.

Bonn wird dagegen Sitz des IRENA-Innovations- und Technologiezentrums werden, womit Deutschland als Technologieführer maßgeblichen Einfluss auf die internationale Entwicklung der erneuerbaren Energien behält.

In Wien soll ein Verbindungsbüro für Kontakte zu UN-Energieorganisationen und zu anderen internationalen Institutionen entstehen, von denen viele bereits dort angesiedelt sind.

Die IRENA wurde am 26. Januar 2009 in Bonn gegründet und zählt heute über 130 Mitgliedsstaaten. Ihr Ziel ist es, die umfassende und nachhaltige Nutzung erneuerbarer Energien auf der ganzen Welt zu fördern. Als internationale Regierungsorganisation ist sie den Vereinten Nationen nicht direkt unterstellt, wird aber, wie die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris, einen UNO-nahen Status bekommen.

Corinna Lang

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