Gewinner von „Germany’s Next Top EEG“ stehen fest

Die von den Energiebloggern durchgeführte Aktion „Germany’s Next Top EEG (GNTEEG)“ ist zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen: Alle von unterschiedlichen Experten entwickelten Reformvorschläge für das Erneuerbare-Energien-Gesetz sind geeigneter für eine dezentrale Energiewende als der aktuelle Gesetzesentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Die Energieblogger haben über die letzten Wochen und Monate verschiedene EEG-Reformvorschläge aus Forschung, Wirtschaft und Politik untersucht und zeichnen nun fünf Konzepte aus, die sich am besten für eine dezentrale Energiewende mit 100 Prozent erneuerbaren Energien eignen. Die Gewinnerkonzepte stammen von Eurosolar, dem Wirtschaftsverband Windkraftwerke (WVW), dem Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), Hans-Josef Fell und dem Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES).

Zwölf Konzepte aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft im Vergleich

Insgesamt wurden zwölf Reformkonzepte systematisch durch die Energieblogger verglichen. „Bei der Auswahl der Reformvorschläge wollten wir eine ausgewogene Anzahl jeder Interessengruppe einbeziehen“, so die Initiatorin Cornelia Daniel-Gruber. „Vorschläge von Forschungseinrichtungen und öffentlichen Stellen haben wir ebenso angefragt, wie jene von Interessenvertretungen der erneuerbaren und fossilen Energiebranche“, erklärt die Energiebloggerin.

Das Reformkonzept des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU), „Den Strommarkt der Zukunft gestalten“, das vom CleanEnergy Project – selbst Mitglied der Energieblogger – vorgestellt wurde, landete bei der Auswertung auf Platz acht.

Transparente und nachvollziehbare Bewertungskriterien

Die Kriterien für die Beurteilung der Konzepte sind auf blog.sustainment.de dargestellt. „Auffällig ist, dass nur ein Reformvorschlag öffentlich nachvollziehbar durchgerechnet wurde, obwohl doch die Kosteneffizienz das proklamierte Ziel ist“, so der Sprecher der Energieblogger, Kilian Rüfer. „Auch zum Referentenentwurf für das EEG 2014 von Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel liegen keine Berechnungen vor, womit das übereilte Reformtempo aus volkswirtschaftlicher Sicht leicht ein Schnellschuss werden kann“ so Rüfer. In der Gesamtwertung sei der Referentenentwurf mit Blick auf die Chancen für kleine Investoren und auf 100 Prozent regenerative Energien weit abgeschlagen.

Infografik als Servicedienstleistung der Energieblogger für den Bundestag

Die Aktion „Germany‘s Next Top EEG“ bringt Transparenz in den Dschungel der Reformvorschläge und bietet Orientierung. Deshalb werden die Ergebnisse den Bundestagsabgeordneten Anfang April, bevor sich das Kabinett und der Bundestag mit dem finalen Gesetzesentwurf für die EEG-Novelle beschäftigen, in Form einer schnell zu erfassenden Infografik zur Verfügung gestellt. „Uns ist sehr wohl bewusst, dass die meisten Bundestagsabgeordneten nicht die Zeit haben, zwölf verschiedene Konzepte durchzulesen, deshalb haben wir eine Infografik erstellt, die alle für eine dezentrale Energiewende relevanten Informationen aus den Studien im Überblick darstellt“, erklärt Energiebloggerin Kathrin Hoffmann. Die entscheidenden Politiker können so auf einen Blick erkennen, wie der Entwurf der EEG-Novelle im Vergleich zu den untersuchten Reformvorschlägen abschneidet. Wenn dies in die Beurteilung der geplanten EEG-Novelle einfließt, kann jeder Politiker eine klare Entscheidung für oder gegen die dezentrale Energiewende fällen.

germanys-next-top-eeg-infografik

Die vollständigen Ergebnisse sind auf energieblogger.net/Promo-GNTEEG.asp zu finden.

Corinna Lang

 

Add comment

Über das CleanEnergy Project

Das CleanEnergy Project ist ein non-profit Online-Magazin für alle Menschen auf der Suche nach mehr Nachhaltigkeit.

Das Team von CleanEnergy Project will Gestalter und nicht nur Zuschauer unserer Zeit sein.

Wir heißen alle willkommen, die sich uns als Autoren unserer Zeit anschließen möchten und bieten dafür unsere Plattform, das CleanEnergy Project.