Garmisch-Partenkirchen nun bayerische Modellkommune für Elektromobilität

e-GAP Pressekonferenz (vlnr: Bürgermeister Thomas Schmid, Christian Neureuther, Rosi Mittermaier, Minister Martin Zeil)

Am Donnerstag, 12. Juli 2012, überreichte Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil in Garmisch-Partenkirschen die Genehmigungsschreiben zum Maßnahmenbeginn für verschiedene Vorhaben im Elektromobilitätsprojekt e-GAP. Er unterstrich dabei, dass ein besonderer Fokus auf dem Tourismus und der Erforschung ganzheitlicher Mobilitätsangebote liege. Das Ziel sei, Elektromobilität erfahrbar zu machen, „denn die besten Ideen und Konzepte für Zukunftsmobilität nutzen nichts, wenn sie von der Bevölkerung nicht angenommen werden.“

Ab sofort stehen Bürgern, Touristen und Gewerbetreibenden vor Ort sechs BMW Mini E sowie verschiedene Pedelecs zur Verfügung. Aufgetank werden können die Fahrzeuge an eigens installierten E-Ladestationen sowie an privaten Stromsteckdosen. Darüber hinaus wird Garmisch-Partenkirchen ein Zentrum der Spitzenforschung, um nachhaltige Projekte und innovative Konzepte wie intelligente Ladeinfrastrukturen und Stromnetze vor Ort zu entwickeln.

Bürgermeister Thomas Schmid betonte, dass sich die Marktgemeinde auf die E-Mobilität freue. Man erwarte eine neue Qualität an Arbeitsplätzen und einen starken Impuls für die Region. Rosi Mittermaier und Christian Neureuther, ehemals Deutschlands erfolgreichste Skirennläufer und Bürger von Garmisch-Partenkirchen, hoben besonders den Spaß hervor, mit einem lautlosen und emissionsfreien Mini E zu fahren. Schließlich lebten sie in einem Luftkurort, und E-Fahrzeuge machten die Gemeinde leiser.

Professor Dieter Spath vom Fraunhofer Institut erläuterte, dass das Projekt e-Gap eine Blaupause für weitere touristische Regionen werden soll. Zehn verschiedene Projekte sind im Rahmen der Modellkommune Garmisch-Partenkirchen e-GAP geplant. Industrie und Forschungseinrichtungen arbeiten dabei eng zusammen, um den Stand der Wissenschaft zur Elektromobilität im ländlichen und touristischen Raum weiterzuentwickeln.

Corinna Lang

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