Der Erfinder des Müllantriebs

Der niedersächsische Kaufmann und Erfinder Peter Eckhoff hat die Vision aus dem Kultfilm „Zurück in die Zukunft“ wahr werden lassen. Und so ist, was in den späten 1980er Jahren noch wie pure Science-Fiction klang, heute tatsächlich Realität geworden: Ein Auto, das mit jeglichem organischen Material angetrieben werden kann – ein Müllantrieb also. Sehen Sie nachfolgend – nach einer kurzen Einführung – in unserer Love Green TV Reihe das Video zu der genialen Erfindung – wir wünschen viel Vergnügen.

Ein Müllantrieb, befüllbar mit allen erdenklichen organischen Abfällen, ganz wie im legendären DeLorian aus „Zurück in die Zukunft“ – diese verrückte Idee kam Eckhart bei einem abendlichen Bier in der Kneipe. Und so setze er sich mit seinem Erfinderkollegen Dr. Stankovicc Ganssen aus Lohe zusammen, der nach langem Tüfteln schließlich das erste System zur Erzeugung von Energie aus Müll entwickelte. Dabei kann der Antrieb mit allem „betankt“ werden, was kohlenstoffhaltig ist. Von Bananenschalen über Altöl, Tierknochen und Blattabfällen – alles ist möglich. Nicht einmal vorher zerkleinert werden muss der Abfall. Einfach rein in den Reaktor und es kann losgehen.

Am besten eigne sich aber Plastikabfall, sagt Eckhoff. Damit erzielt der Müllantrieb die beste Energieausbeute. Bis zu 100 Kilometer kommt sein Lupo so mit nur etwa 125 Gramm Plastikmüll. Das funktioniert ganz einfach: Der „getankte“ Müll wird durch die Abwärme des Fahrzeugmotors erhitzt. Unter leichtem Druck spalten sich die Moleküle der organischen Abfälle und es entsteht Gas. Dieses Gas wiederum nutzt der Reaktor als Antrieb.

Doch das System kann mehr als nur Fahrzeuge antreiben. Nachdem der Müllantrieb im kleinen Maßstab erfolgreich getestet wurde, bauten Eckhoff und sein Team eine weit größere Anlage. Diese steht auf einem Industriegelände und kann bis zu 100 Kilowatt Strom erzeugen. Eckhoffs Plan ist es, auch Anlagen im kleineren Maßstab für zuhause anzubieten. Die Vorteile lägen auf der Hand: Abfälle müsste nicht mehr entsorgt, sondern könnten effizient genutzt werden, mit der entstehenden Wärme könnte geheizt werden und gleichzeitig wird Energie erzeugt.

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Dennoch zweifeln einige Experten daran, dass der Antrieb auch ökologisch sinnvoll ist. Sie sagen, die Verbrennung von organischen Materialien, vor allem Plastik, bilde wahrscheinlich nicht gerade die gesündesten Abgase. Doch auch darauf hat Eckhoff eine Antwort. Diese und viele weitere Informationen rund um den Müllantrieb finden Sie im nachfolgenden Video, das freundlicherweise von Love Green TV zur Verfügung gestellt wurde. Love Green TV und CleanEnergy Project wünschen viel Vergnügen. 

 

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