Zur Gründung von KLIMA-Magazin

Klimawandel Magazin

Vor genau einem Monat ging es an den Start: KLIMA-Magazin, das erste deutsche Klimaschutzmagazin für den Massenmarkt. Das Magazin bietet einen Mix aus Reportagen, Interviews, Analysen und Service-Tipps, die es in weltweiten Kooperationen mit führenden Wissenschaftlern und Meinungsträgern entwickelt. Das CleanEnergy Project sprach mit Herausgeber Uwe Dulias, EX-Vize der „Bild“ und einem der Gründer der neuen Publikation.

Herr Dulias, im deutschen Medienmarkt gibt es bereits eine große Zahl etablierter Umweltmagazine sowie einige neue Zeitschriften über den Klimaschutz. Welchen Zusatznutzen bietet Ihr Magazin und wie unterscheidet es sich von bestehenden Angeboten?

Inhaltlich basiert das Konzept des KLIMA-Magazins auf drei Säulen. Wir starten im vorderen Teil mit einem News-, Analyse- und Reportage-Teil. In der Heft-Mitte befindet sich ein monothematisches Dossier. 16 Seiten, auf denen wir den großen klimapolitischen Debatten Raum geben wollen. Zum Beispiel ein Streitgespräch zum Thema Atomenergie. Mit Befürwortern, Gegnern und Betreibern von Kernkraftwerken. Die zweite Hälfte des Magazins soll Ratgeber-Funktionen erfüllen. Wohnen, Ernährung, Gesundheit, Reisen, Investieren, Verkehr – alles mit Bezug auf den Klimawandel. Denn der prägt inzwischen alle Teile unseres Lebens. Zudem glaube ich persönlich, dass dieses Thema die Welt noch lange in Atem hält. Es geht nicht nur um das Abschmelzen der Polkappen, den Kampf um wertvolle Energie-Ressourcen, die Frage, wo wir Hunderte von Millionen Klimaflüchtlinge in den nächsten 20 Jahren unterbringen sollen oder die Konflikte, die im Kampf um immer knapper werdende Wasser-Ressourcen entstehen werden. Es geht um unseren Alltag. Um das Leben heute und morgen.

Zu Ihrem Team zählen Autoren, Redakteure und Verlagsfachleute aus den verschiedensten Erfahrungsbereichen. Viele von ihnen sind hochkarätige Fachleute, das KLIMA-Magazin betreuen sie ihrer Freizeit. Wie hat sich dieses Team gefunden und woher bezieht es seine Motivation?

Die Idee, das KLIMA-Magazin zu machen, stammt aus einer Kneipe in Zürich. Kein Witz. Heiko Gebhardt, Udo Röbel und ich haben gemeinsam ein paar Glas Bier getrunken. Udo tischte plötzlich die Idee auf und dann haben wir uns heiß geredet. Von der ersten Sekunde an waren wir alle davon überzeugt, dass dies eine grandiose Idee ist.

Wie wird das KLIMA-Magazin finanziert?

Im Moment finanzieren wir das Magazin mit unserem eigenen Geld. Es ist seit Jahren wieder das erste Mal, dass Journalisten und andere Medienleute mit ihrem eigenen Geld ein Verlags-Projekt starten. Wir riskieren alles für dieses Projekt. Sieben Gesellschafter haben bisher 250.000 Euro in das Projekt gesteckt. Alle Gesellschafter arbeiten ohne Honorar. Viele Kollegen haben auf Honorare verzichtet oder arbeiten für kleinste Beträge.

Das gilt auch auf unsere festen Mitarbeiter. Ein Super-Team. Die arbeiten Tag und Nacht. Jeder Verlag wäre stolz und hätte längst Hunderttausende von Euros an Entwicklungskosten zahlen müssen. Christel Vollmer, Werner Köster, Udo Röbel, Jörn Muder, Jürgen Garnitz, Uwe Kehlenbeck, Stefan Meinking, Tom Weber, Daniel Seemann, Olga Frick – welches Start-up kann sich diese Namen leisten? Das ist Champions-League und unbezahlbar. Mit Rainer Gierke haben wir außerdem einen der besten Anzeigen-Manager gefunden, den man sich wünschen kann. Ein absoluter Glücksfall, dass er gerade jetzt auf dem Markt war.

Dazu unterstützt uns ein Beirat aus Top-Experten. Professor Hohmeyer vom Weltklimarat, Professor Graßl vom Max-Planck-Institut, Professor Leal von der HAW Hamburg – keiner wollte von uns auch nur einen einzigen Cent annehmen. Wir sind alle Überzeugungs-Täter. Wir glauben an die Idee und wir riskieren alles.

Versetzen Sie sich drei Jahre in die Zukunft: eine Gruppe von Leuten unterhält sich auf einer Party über Ihr Magazin. Was für einen Kommentar würden Sie sich wünschen?

„Wer hier nicht drin steht, den gibt es nicht.“ 

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