WWF ruft zur Earth Hour auf

Earth Hour
Während der Earth Hour werden viele der hellen Punkte dunkel.

Vor elf Jahren startete der WWF Australia die erste Earth Hour. Damals wurde in Sydney erstmals für eine Stunde die Beleuchtung öffentlicher und 2,2 Millionen privater Gebäude ausgeschaltet, um auf die nötige Reduzierung von CO2-Emissionen aufmerksam zu machen. Seitdem findet nun jeden März erneut eine Earth Hour statt, die sich inzwischen zu einer weltweiten Umweltaktion entwickelt hat. Am 24. März ist es wieder soweit: die ganze Welt schaltet für eine Stunde die Lichter aus. Der WWF ruft nun dazu auf, dass sich auch private Haushalte an dieser Aktion beteiligen.

Dieses Jahr steht die Earth Hour unter dem Motto „Für einen lebendigen Planeten“. Denn neben der hohen CO2-Belastung ist auch das Artensterben zu einem großen Problem unserer Zeit geworden. Seit dem Aussterben der Dinosaurier gab es in diesem Ausmaß kein Artensterben mehr, wie wir es heute haben. Man geschätzt, dass durch die Erderwärmung jedes Jahr 1.000 Tier und Pflanzenarten bedroht werden, da viele davon sich nicht schnell genug an die steigenden Temperaturen anpassen können. „Die Menschheit kann es sich nicht leisten, immer mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre zu blasen. Wenn wir so weitermachen wie bisher, würden wir bis 2030 zwei Planeten benötigen, um unsere Nachfrage nach Ressourcen zu decken und unzählige weitere Tier- und Pflanzenarten verloren haben“, so Michael Schäfer vom WWF Deutschland.

Jeder kann auch außerhalb der Earth Hour etwas beitragen

Ziel des WWFs ist es nicht, dass jeder am 24. März von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr Ortszeit das Licht ausmacht. Vielmehr soll das Umweltbewusstsein in uns geweckt werden. Der einstündige Verzicht auf künstliches Licht, soll zeigen, wie schnell man Umwelt- und Klimaschutz im Alltag umsetzen kann. So kann beispielsweise jeder etwas dazu beitragen, indem er beim Einkauf auch regionale und saisonale Produkte achtet. Auch das Reduzieren von Fleisch beim Essen kann einen großen Beitrag leisten.

In den letzten Jahren haben sich immer mehr an der Earth Hour beteiligt. Ganz vorne mit dabei sind zum Beispiel das Empire State Building in New York, der Burj Khalifa in Dubai oder auch der Eiffelturm in Paris. Beim zehnjährigen Jubiläum im letzten Jahr blieben während dieser Stunde auch bei uns beispielsweise das Brandenburger Tor, der Kölner Dom und die Frauenkirche in München dunkel. Bisher haben sich bei uns in Deutschland für dieses Jahr 170 Städte und Gemeinden zu der Aktion angemeldet. Welche Orte dies sind, kann auf dieser Karte eingesehen werden. Hier finden sich auch Informationen für alle, die sich noch an der Aktion beteiligen möchten oder noch mehr für unsere Umwelt tun möchten. Denn jeder kann mit seiner Teilnahme, auch als privater Haushalt, mit vielen anderen zusammen ein Zeichen für den Klimaschutz setzen.

Quelle: WWF

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