Wie natürlich ist der natürliche Klimawandel noch?

Trotz der Diskussion um den Klimawandel und der damit einhergehenden Erwärmung der Erde: Die nächste Eiszeit kommt. Doch wann, ist nun die entscheidende Frage. Denn auch hier spielt inzwischen wohl der anthropogene Einfluss eine Rolle.

Nicht nur der Mensch ist für den Klimawandel verantwortlich, sondern auch natürliche Ursachen beeinflussen das Klima maßgeblich und tragen so zu einer Erwärmung oder Abkühlung unserer Atmosphäre bei. Diese natürlichen Ursachen lassen sich wiederum differenzieren in die extraterrestrischen Ursachen sowie die terrestrischen Ursachen.

Die extraterrestrischen Ursachen, welche außerhalb unseres Erdsystems zu finden sind, liegen in einer Änderung der Solarkonstanten und damit der Sonnenfleckenzahl sowie in der Veränderung der Erdbahnparameter, auch als Milankovitch-Zyklen bekannt. Die terrestrischen Klimaschwankungen, welche sich innerhalb unseres Erdsystems abspielen, werden hingegen durch Vulkanismus, Kontinentaldrift, Änderungen des Reliefs (beispielsweise Gebirgsbildung) oder durch eine Änderung der ozeanischen Zirkulation herbeigerufen. Der Mensch kann diese natürlichen Klimaschwankungen weder steuern noch maßgeblich beeinflussen. Doch sind sie für den Wechsel von kalten und milden Phasen über Jahrtausende hinweg verantwortlich und werden daher die nächste Eiszeit herbeiführen.

Nun haben Forscher der University College in London jedoch berechnet, dass die Treibhausgase des Menschen bis zu Jahrtausenden in der Luft bleiben und damit die nächste Eiszeit herauszögern könnten. Denn die nächste Eiszeit wird erst eintreten, wenn die Menge des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) unter 240 Partikel pro Millionen Luftteilchen (ppm) gefallen ist.

Momentan befinden sich jedoch bereits 390 ppm in der Atmosphäre und eine Abnahme dieses Wertes erscheint derzeit nicht nur unmöglich, vielmehr spricht alles für eine stetige Zunahme der Treibhausgase in der Atmosphäre.

Luisa Egenlauf

2 Bemerkungen

  • Sorry, aus meiner Sicht ist die angebliche CO2-Neutralität von Holz dann eine bilanzielle Farce, wenn das Holz zur Verbrennung geschlagen wird.
    Dass die gleiche Menge CO2 bei der Verrottung frei würde wie bei der Verbrennung stimmt statisch betrachtet schon, nur dynamisch nicht. Denn die Verrottung beginnt erst dann, wenn ein Baum Astwerk abwirft oder im Ganzen abstirbt.

    Das Holz, dass ich heute verbrenne muss heute auch nachwachsen, damit die CO2-Neutralität gegeben ist; es sei denn der Baum wäre auch aus anderen Gründen gefällt worden. Denn sonst würden wir ja auch die in Erdgas und Erdöl gebundene Biomasse(!!!) CO2-neutral verbrennen, oder?!

    Die Aussagen über Pellets und deren Energieaufwand bei der Produktion stimmen nur zum Teil. Wegen der anhaltenden Bauflaute in USA wird zunehmend Frischholz in der Pelletproduktion eingesetzt, das normalerweise vor der Pelletierung getrocknet wird.

    Das wirksamste Mittel einer nachhaltigen Energiewirtschaft ist eine drastische Verringerung des Verbrauchs und eine optimale Verwendung.

  • Soweit ich weiß, befinden wir uns eigentlich schon längst in einer Eiszeit (dh. mindestens ein Pol ist mit Eis bedeckt). Allerdings treten auch in Eiszeiten Warmzeiten auf (Interglazial, Zwischeneiszeit). Wir befinden uns gerade in solch einer Warmzeit, sind aber schon längst in einer Eiszeit, die so langsam aber sicher wieder auf eine Kaltzeit zusteuert (aber wer weiß, was das CO2 da noch alles bewirken wird).

    Ich bin kein Experte, aber ich hab das grad auf Bayern 2 in einer Wissenssendung gehört und wollte nach Ergebnissen googeln 😉