Weihnachtsbäume nachhaltig kaufen

Weihnachtsbäume nachhaltig kaufen
Green Lifestyle - nachhaltige Weihnachtsbäume

Alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit schmückt er die Wohnzimmern der Deutschen: Der Weihnachtsbaum. Rund 25 Millionen Fichten und Tannen werden jedes Jahr gefällt – allein für die Nachfrage in Deutschland. Und spätestens einige Tage nach Weihnachten landen sie dann auf dem Müll. Immer mehr Menschen wollen diese unnötige Verschwendung nicht mehr unterstützen und entscheiden sich für einen nachhaltig produzierten Weihnachtsbaum. Hier sind drei Tipps für ein schönes „grünes“ Weihnachten.

In gut vier Wochen ist es wieder soweit und wir feiern Weihnachten. Für viele Menschen ist das eine der schönsten Zeiten im Jahr und für die meisten Kinder sind die Weihnachtsfeiertage eine wahrhaft magische Zeit. Dazu darf der festlich geschmückte Weihnachtsbaum nicht fehlen. In fast jedem deutschen Haushalt stehen im Dezember die mannshohen Fichten oder Tannen. Kurz nach den Feiertagen ist es allerdings auch schon wieder vorbei mit der Pracht. Die Bäume haben ihren Zweck erfüllt, werden auf die Straße geworfen und warten dort auf die Entsorgung. Meist werden die toten Bäume dann in Heizkraftwerken verbrannt. Bäume, die die Händler nicht verkaufen konnten, werden in Zoos als Delikatesse an Elefanten und andere Tiere verfüttert. Einige landen jedoch auf der Deponie und haben keinen weiteren Nutzen. Von einem nachhaltigen Umgang mit den Einweg-Christbäumen kann also grundsätzlich keine Rede sein.

1. Alternative: Lebender Baum aus dem Garten

Doch es geht auch anders: Wer auf den „Zwei-Wochen-Baum“ zu Weihnachten verzichten will und über einen Garten verfügt, der sollte zum lebenden Weihnachtsbaum im Topf greifen. Dieser kann zur Weihnachtszeit alle Jahre wieder ausgegraben und in der Wohnung für einige Tage samt Erdballen als lebendiger Christbaum genutzt werden. Das hat gleich mehrere Vorteile:

Die meisten Bäume kommen aus Irland, Osteuropa, Dänemark oder Skandinavien. Dort müssen sie mindestens zehn Jahre wachsen, brauchen Pflege, Dünger und Wasser. Dann werden sie gefällt und müssen energieintensiv zu uns transportiert werden – nur um nach einigen Wochen wieder weggeworfen zu werden. Das alles ist also eine enorme Verschwendung von Ressourcen. Der eigene Baum im Garten hingegen verbraucht nur einen Bruchteil dieser Rohstoffe, und muss nur aus dem Garten ins Wohnzimmer transportiert werden, anstatt über tausende Kilometer per LKW. Menschen mit einem nachhaltigen, lebenden Weihnachtsbaum schonen also unsere natürlichen Rohstoffe – und somit das Klima und die Umwelt. Zudem ist es schöner, mit einem Baum zu feiern, dem man das übrige Jahr im Garten beim wachsen zusehen kann. Und die lebenden Christbäume haben noch einen weiteren Vorteil: Nadelbäume produzieren, wie alle anderen Bäume, große Mengen an Sauerstoff. Das verbessert die Atemluft im Wohnzimmer erheblich.

2. Alternative: Lebender Baum zur Miete

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Eine weitere Möglichkeit für ökologisches Weihnachten mit einem guten Gewissen sind Christbäume zum Mieten. Die bietet beispielsweise das Unternehmen „Happy Tree“. Die Mietbäume eignen sich vor allem für die Menschen, die mangels eines Gartens keinen lebenden Baum zum Einpflanzen kaufen können. Happy Tree verschickt die Christbäume lebend in einem Blumentopf. Der Baum wird dann, nachdem das Fest vorüber ist, wieder abgeholt und in eine Baumschule in der Region gebracht. Dort wird er eingepflanzt und kann weiter gedeihen – bis zum nächsten Jahr. Der Preis für die Tannen mit so lustigen Namen wie „Tanneliese“ oder „Waldemar“ liegt mit 65 – 80 Euro allerdings deutlich höher als der herkömmlicher Bäume. Das liegt jedoch vor allem in den darin enthaltenen Kosten für die Logistik, die hinter den Bäumen zum Mieten steckt. Lieferung, Abholung und das jährliche Umpflanzen sind inklusive.

2. Fair Trade Weihnachtsbaum

Auch wer sich für einen traditionellen „Einweg“- Christbaum entscheidet, kann an Weihnachten etwas ökologisch sinnvolles tun und sogar – passend zum Fest der Liebe – eine gute Tat vollbringen. Mit dem Kauf eines Fair Tree Weihnachtsbaums des gleichnamigen Unternehmen können die Lebens- und Arbeitsbedingungen armer und sozial schwacher Menschen in Georgien verbessert werden. Fair Trees unterstützt unter anderem georgische Tannenzapfenpflücker, die unter zum Teil katastrophalen Bedingungen einen großen Teil des Saatguts für den europäischen Markt aus den bis zu 30 Meter hohen Bäumen pflücken müssen. Zudem sind die Fair Trees nach Angaben des Unternehmens mit größtmöglichster Rücksicht auf Menschen und Umwelt gezüchtet worden.

Fair Trees verkauft ausschließlich Nordmanntannen – einer der beliebtesten, aber auch teuersten Weihnachtsbäume. Der Preis für einen fair gehandelten Baum liegt mit rund 30 – 50 Euro auf dem Niveau anderer Bäume aus nicht ökologischem Anbau. Dennoch gehen laut Fair Tree rund 68 Cent pro verkaufte Tanne an Menschen in Georgien. Verkauft werden die fairen Tannen schon ab diesem Montag. Wer seinen Christbaum pünktlich zum Fest haben will, sollte aber bis spätestens 17. Dezember bestellen.

Hier geht es zur Homepage von Happy Tree
Alles rund um den Fair Tree Weihnachtsbaum finden Sie hier.

Quelle: reset.org

 

 

https://www.cleanenergy-project.de/klimafreundliche-weihnachten-so-gehts/

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