Vertragsunterzeichnung für globalen Klimaschutzfond

Eine Reduktion der Treibhausgas-emissionen und eine globale Energieversorgungs-sicherheit sind das zentrale Thema des 21. Jahrhunderts. Besonders Schwellen- und Entwicklungsländer sind vom deutlich steigenden Energieverbrauch durch das stetige Wirtschaftswachstum betroffen, können aber aufgrund der fehlenden finanziellen Möglichkeiten die damit verbundenen negativen Umweltfolgen nicht kompensieren. Mit der internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums (BMU) soll nun solchen Ländern in Sachen Energieeffizienz und Ausbau der erneuerbaren Energien unter die Arme gegriffen werden, um einen nachhaltigen und globalen Klimaschutz zu ermöglichen.

Mit diesem Hintergrund gaben BMU und die Entwicklungsbank KfW in der Vergangenen Woche mit der Vertragsunterzeichnung den Startschuss für einen globalen Klimaschutzfond, der innerhalb der nächsten fünf Jahre auf über 500 Millionen US-Dollar anwachsen soll. Möglich wird das durch das Zusammenspiel von öffentlichen und privaten Investoren, der dem Public-Orivate-Partnership Konzept zugrunde liegt. Im Gegensatz zu anderen Förder- und Investitionsprogrammen kommen die Rückzahlungen des neuen Finanzierungsinstruments dem Fondsvermögen wieder zugute, anstatt aufgezehrt zu werden.

 

Auch die wirtschaftlichen Risiken für Kapitalanleger sind durch das vom BMU und KfW Bank bereitgestellte Eigenkapital in Höhe von zusammen über 100 Millionen US-Dollar auf ein Minimum reduziert und sollen Privatinvestoren den nötigen Investitionsanreiz geben. 28 Millionen US-Dollar wurden daher vom BMU aus dem Topf der im Jahr 2008 ins Leben gerufenen Klimaschutzinitiative bereitgestellt, von der KfW Bank wurden noch mal über 75 Millionen US-Dollar zugesagt, die in den Fond einfließen und von einem privaten Fondsmanager verwaltet werden sollen.

Für die Zukunft verspricht sich die Initiative zum globalen Klimaschutz – die schwerpunktmäßig in Ländern mit starker Bevölkerungsrate und bedeutender Industriebasis Privathaushalte sowie kleine und mittelständische Länder, die in erneuerbare Energien und Energieeffizienz investieren, unterstützen möchte – ein Anwachsen des Fondsvermögens auf über 500 Millionen US-Dollar. Hauptsächlich aus dem Einwerben von Privatinvestoren soll das Volumen des Klimafonds dabei wachsen und so mit geringen Haushaltsmitteln eine hohe Kapitalsumme erzielt werden. Der Zugang zu den Finanzierungsmitteln, ebenso wie zu begleitenden Beratungsleistungen, für die nochmals 2,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen, soll durch die Hausbanken ermöglicht werden.

Judith Schomaker

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