Urban Gardening: Bringen Sie ein Stück Natur zurück in die Großstadt

Gerade für Kinder ist das städtische Gärtnern ein großer Spaß.

Gerade für Familien mit Kindern kann das Leben in der Stadt vorteilhaft sein. Läden sind schnell erreicht und die Einkäufe im Handumdrehen erledigt. Auch Kindergärten und Schulen sind meist nicht weit entfernt. Das Stadtleben hat allerdings auch seine Nachteile. Vielen Familien fehlt es an Platz für den eigenen Garten. Doch Gärtnern ist auch in der Stadt möglich. Das zeigt eine Bewegung namens Urban Gardening. Hier einige Tipps, wie Sie trotz wenig Platz zum Hobbygärtner werden können.

Die Entstehung des Urban Gardening

Urban Gardening liegt mittlerweile voll im Trend. Dabei entstand die Bewegung eher aus der Not heraus. Früher war es kaum möglich, bestimmte Lebensmittel – vor allem Obst und Gemüse – über längere Strecken zu transportieren, ohne das sie verdarben. Daher mussten solche Waren nahe dem Verkaufsort produziert werden. Einige dieser Lebensmittel verkauften sich so gut, dass ganze Stadtviertel für deren Herstellung reserviert wurden. In Paris wurde zeitweise ein Sechstel der gesamten Stadtfläche ausschließlich für den Anbau von Obst und Gemüse genutzt.

Heute sind Lebensmittel schnell rund um den Globus verschickt und die Möglichkeiten zur Konservierung natürlich auch weiter fortgeschritten. Trotzdem gewinnt das städtische Gärtnern seit einigen Jahren erneut an Bedeutung. Der Grund ist nicht wie früher die kurze Haltbarkeit, sondern vor allem der Platz. Oder besser gesagt, der Platzmangel.

In den Großstädten besitzen die wenigsten Menschen einen eigenen Garten. Viele Familien wollen ihrem Nachwuchs trotzdem ermöglichen, im Grünen zu toben und selbst angebautes Obst und Gemüse schätzen zu lernen. Kurz, sie wollen ihren Kindern die Natur erlebbar machen. Das ist bei dem begrenzten Raum in den Städten allerdings nur mit einigen Tricks und Kniffen möglich.  So ist das städtische Gärtnern wiederentdeckt worden und wurde zur Trendbewegung. Dem Urban Gardening.

Um zum echten Stadtgärtner zu werden, gibt es viele Möglichkeiten:

Schrebergarten

In vielen Städten gibt es sogenannte Schrebergärten. Das sind eingezäunte Grundstücke, die meist nebeneinander in Anlagen liegen. Darauf können dann Gärten und kleinere Häuschen bzw. Schuppen errichtet werden. Oft bieten Gartenvereine solche Schrebergärten zur Pacht oder Miete an. Für viele Familien sind solche Gärten eine willkommene Abwechslung zum grauen Stadtalltag.

Gemeinschaftsgarten

Das Prinzip ist ähnlich wie bei den Schrebergärten. Ein Stück Land wird in einen Garten verwandelt. Während Schrebergärten jedoch meist einer Partei gehören, werden Gemeinschaftsgärten von mehreren Familien bzw. Personen genutzt. Solche Gärten sind frei zugänglich und dienen vor allem dem interkulturellen Austausch und dem Kennenlernen. Die Kosten für den Betrieb des Gartens werden von den Nutzern geteilt. Daher sind Gemeinschaftsgärten oft günstiger als Schrebergärten.

Stadtgarten

Stadtgärten, manchmal auch Volksgärten genannt, sind ebenfalls gemeinschaftlich genutzte Gartenanlagen. Im Gegensatz zu Gemeinschaftsgärten sind Stadtgarten allerdings im Besitz der jeweiligen Stadt. Sie dienen den Menschen in der Stadt als Rückzugs- und Erholungsort. Manche Stadtgartenprojekte, z.B. in Connewitz, bieten den Hobbygärtnern auch Workshops an. Dort kann jeder lernen, sein Gemüse zu konservieren oder ein eigenes Hochbeet anzulegen.

Seien Sie kreativ

Neben den drei oben genannten Möglichkeiten, haben Stadtgärtner natürlich noch viele weitere Optionen. Hier ist Kreativität gefragt. Jedes nicht genutzte Stückchen Land kann zum städtischen Gärtnern genutzt werden. Ob auf den Balkon oder auf einer brachliegenden Fläche, mit Urban Gardening bringen die Menschen ein Stück Natur in die Großstadt zurück.

Kostenloses E-Book: Urban Gardening mit Kids

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Urban Gardening Projekten. Wo sich diese Gärten befinden, sehen Sie auf dieser interaktiven Landkarte. Weitere Tipps und Tricks, wie Ihr nächstes Urban Gardening Projekt garantiert erfolgreich wird, können Sie in dem kostenlosen E-Book: „Urban Gardening mit Kids“ nachlesen. Wir wünschen allen Stadtgärtnern viel Spaß.

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