Untersuchungsbericht entlastet Klimaforscher

Neue Untersuchungen entkräften den Vorwurf, Klimaforscher hätten Daten manipuliert um den anthropogenen Klimawandel nachzuweisen. Diese Anschuldigungen wurden laut, nachdem gehackte E-Mails von Klimaforschern im Internet veröffentlicht wurden.

Im Vorfeld der Weltklimakonferenz in Kopenhagen Ende 2009 haben Hacker E-Mails von Klimaforschern veröffentlicht. Die E-Mails haben einiges Aufsehen erregt und wurden von Klimawandelskeptikern als Beweis für Manipulationen bei der Klimaforschung herangezogen. Diese Anschuldigungen hatten einen merkbaren Einfluss auf die letztendlich gescheiterten Verhandlungen um ein neues Klimaabkommen. In einer E-Mail ist zum Beispiel die Rede von einem „trick (…) to hide the decline”.

 

Im Verdacht der Manipulation stand insbesondere ein Forscherteam um den Klimawissenschaftler Phil Jones von der Climatic Research Unit (CRU) der University of East Anglia, Großbritannien. Diese Vorwürfe wurden jetzt jedoch weitestgehend von einer unabhängigen Untersuchungskommission entkräftet. Zwar wird im Bericht die mangelnde Offenheit gegenüber anderen Wissenschaftlern kritisiert, die Ehrlichkeit und Genauigkeit der Forscher stehe jedoch außer Zweifel. Entsprechend werden sie von den Manipulationsvorwürfen freigesprochen.

Dies ist bereits die dritte Untersuchung, die die Klimaforscher entlastet. Damit sollte sich die Diskussion wieder auf die Bekämpfung des Klimawandels konzentrieren. Die wissenschaftlichen Grundlagen sind offensichtlich nicht angreifbar, auch wenn etwas mehr Transparenz dem Ansehen dieses Forschungszweiges nicht schaden dürfte.

Oliver Hölzinger

Add comment