Unternehmensinitiative für Energieeffizienz gegründet

Energie Effizienz; Bild: shutterstock

Durch Energieeffizienz sind Energieein-sparungen technisch möglich geworden, die von enormer Bedeutung für den Klimaschutz sind. Doch nicht nur in umwelttechnischer, auch in wirtschaftlicher Hinsicht birgt Energieeffizienz enorme Chancen: Bei konsequenter Umsetzung der geplanten politischen Vorhaben könnten durch mehr Energieeffizienz bis 2020 über 250.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und das Bruttoinlandsprodukt um fast 25 Milliarden Euro gesteigert werden.

Eigentlich sind deutsche Unternehmen im Bereich Energieeffizienz gut aufgestellt. Was der Energieeffizienzbranche jedoch bisher fehlte, war eine gemeinsame Interessensvertretung. Die wurde Ende November 2010 in Berlin gegründet und nennt sich „Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz“ (DENEFF).

Energieeffizienz auch auf politischer Tagesordnung

Ziel der DENEFF ist es, sich industrieübergreifend für eine bessere Energieeffizienzpolitik einzusetzen. Insbesondere im Gebäudebereich, auf dem der Fokus der Initiative im ersten Jahr liegen soll, stehen in nächster Zeit sowohl auf deutscher wie auch auf europäischer Ebene wichtige Fragen auf der politischen Tagesordnung.

Die Ausarbeitung des im Energiekonzept der Bundesregierung angekündigten Sanierungsfahrplans zur Senkung des Energieverbrauchs im Gebäudebestand um 80 Prozent bis 2050 und die Neuauflage des Europäischen Energieeffizienzaktionsplans soll bei der Arbeit der DENEFF im Vordergrund stehen. Außerdem will sich die DENEFF insbesondere Fragen der Finanzierung der energetischen Sanierung annehmen.

Röttgen: Energieeffizienz entscheidend beim Klimaschutz

Bundesumweltminister Norbert Röttgen, Gastredner auf der DENEFF-Hauptversammlung, hob die entscheidende Rolle von Energieeffizienz in Sachen Klimaschutz hervor. Die Entwicklung energieeffizienter Technologien berge aber auch ein enormes wirtschaftliches Potenzial, so Röttgen, und entlaste Verbraucher und Wirtschaft von steigenden Energiekosten.

Vertreter von rund 20 Firmen aus allen Bereichen des Gebäudesektors nahmen an der Gründungsveranstaltung in Berlin teil – vom Generalunternehmer über den Dämmstoffhersteller bis hin zu kleinen Energiedienstleistern und Innovationsschmieden. Zu den Gründungsmitgliedern zählen ein halbes Dutzend Unternehmen und Institutionen der Energieeffizienzbranche.

Daniel Seemann

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