Unbedenklicher Frühlingsspaß – Ostereier färben mit Naturfarben

natürlich gefärbte Ostereier

Der Frühling sorgt für die richtige Stimmung und Ostern steht vor der Tür. Was wären da Haus und Garten ohne gefärbte Eier? Dabei kann man durchaus auf synthetische Farbstoffe verzichten: Eierfärben kann umweltfreundlich, schadstoffarm und günstig sein. Zudem lassen die natürlichen Färbemittel jedes Allergiker-Herz höher schlagen.

Wem es an Ideen mangelt, welche Pflanzen sich besonders gut zum Färben eignen, dem sei gesagt: die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt! Nahezu alles, was kunterbunt daherkommt, kann man verwenden. Vorsicht ist trotzdem geboten: keine giftigen Gewächse, bitte! Das bedeutet: Alles, was auch sonst nicht den Weg auf den Teller findet, wird vorsichtshalber weggelassen.

Rote Farbtöne erzeugen beispielsweise Rote Beete, Rotkohlblätter oder schwarze Johannisbeeren. Blaue Eier werden mit Hilfe von Holunder- oder Heidelbeeren eingefärbt. Safran oder Kamillenblüten erzeugen einen gelben Farbton und Karotten färben das Ei orange-gelb. Wer auch gerne grüne Eier mag, der kann Petersilie, Spinat oder kalten Matetee zum Färben benutzen.

Es empfiehlt sich, eine kleine Menge Alaun oder Pottasche vorrätig zu halten. Alaun ist ein Doppelsalz und im Apothekenhandel erhältlich. Pottasche ist ebenfalls ein Salz, welches oft auch im Einzelhandel angeboten wird. Wenn man der Naturfarbe diese Zusatzstoffe hinzufügt, nehmen die Eier die Farbe besser an.

Zahlreiche Videos im Internet bieten weitere kreative Vorschläge, wie aus den weißen und braunen Hartschalen ein fröhlich buntes Ei geschöpft wird. 

Den letzten Schliff bekommt das Ei durch eine ansprechende Verzierung. Wer sich nicht die Finger schmutzig machen möchte, dem seien Zwiebelschalen empfohlen. In Kombination mit Wiesenblumen eignen sie sich wunderbar zum Dekorieren der Eier: Zunächst nimmt man 70g Zwiebelschalen, bedeckt die Eier etwas mit Blättern, Blüten oder Gräsern und wickelt sie anschließend in ein Stück Nylonstrumpfhose (ca. 15 x 15 cm). Nun kocht man diese in 2,5 l Wasser für ca. 10 – 12 Minuten auf, sodass die Eier hart gekocht sind. Bettet man sie auf die Zwiebelschalen, sind sie geschützt und platzen nicht. Damit die Eier Ostern wohlbehalten überstehen, sollte man diese nicht abschrecken – so halten sie länger.

Mit Hilfe von Zitronensaft lässt sich ein Spruch, ein Gruß oder ein Muster auf die Schale malen, da er die Farbe herunter wäscht. Am wohl bekanntesten ist die Wachstechnik, bei der flüssiger Wachs einer Kerze beliebig rund um das Ei verteilt werden kann.

Wer sich nun am Ende fragt, wohin bloß mit der reichhaltigen Ausbeute, der kann die Eier auch verschenken – rot steht für die Liebe, Lebensfreude und Leidenschaft, blau symbolisiert Ruhe und vermittelt Harmonie, gelb steht für die geistige Vitalität, Gelassenheit und erweckt Heiterkeit. In diesem Sinne wünschen wir unseren Lesern einen bunten Strauß Ostereier und ein fröhliches Osterfest!

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