Umweltbewusster Konsum mit kreativen Ideen

Umweltbewusster Konsum mit Kreativen der Maker-Bewegung und Greenpeace.
Zur Weihnachtszeit demonstriert Greenpeace nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.

Einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zeigte vergangenes Wochenende Greenpeace in Berlin. Gemeinsam mit rund 60 Kreativen zeigten die Umweltschützer, wie aus Altem Neues entstehen kann. Unter dem Motto „buy nothing, make something“ bewarben die Veranstalter Möglichkeiten für nachhaltigen Konsum. Hierzu rief der Umweltverband zur Vorweihnachtszeit die Reihe MAKESMTHNG ins Leben. Folglich wird in gut 60 Städten der Welt umweltbewusster Konsum mit den Kreativen der Maker-Bewegung beworben. Gemeinsam mit Greenpeace zeigen sie Alternativen zum Konsumverhalten der Industriestaaten auf.

Eine Greenpeace-Studie zum internationalen Konsumverhalten belegte erst kürzlich, dass zunehmender Konsum nicht zu wachsender Zufriedenheit führt. Weiterhin machte die Studie deutlich, dass immer mehr Dinge gekauft werden, die überhaupt nicht benötigt werden. In Deutschland beispielsweise werden 40 Prozent der erstandenen Kleidungsstücke selten bis gar nicht getragen. Darüber hinaus richtet der wachsende Konsum überflüssiger Waren große ökologische Schäden an. Der überwiegende Teil in Europa verkaufter Waren fertigen Arbeiter in Asien. Ihr Transport steigert den Energieverbrauch und beschleunigt so den Klimawandel. „Viele Menschen wollen Dinge wieder selbst herstellen. Gleichzeitig ist vielen bewusst, dass wir ökologisch über unsere Verhältnisse leben“, sagt Kirsten Brodde, Sprecherin für Greenpeace. „Beides zusammen bietet die Chance, etwas an unserem zerstörerischen Konsumverhalten zu ändern.”

Umweltbewusster Konsum mit Kreativen: die Macher

Die sogenannte Maker-Bewegung, einfach übersetzt „die Macher“, wollen Anreize für weniger Konsum schaffen. Sie setzen sich zusammen aus Künstlern und Designern, die sich auf Selbstgefertigtes spezialisieren. Vergangenes Wochenende zeigten sie in Berlin wie man vermeintlich wertlosen Dingen ein zweites Leben schenken kann. „Es geht um eine neue Wertschätzung der Dinge“, sagt Brodde. „Wer einmal selbst einen Tisch oder ein Bett schreinert, sieht den windigen Bausatz im Möbelhaus mit anderen Augen. Wer einen Pullover aus echter Wolle gestrickt hat, gibt sich nicht mehr mit billiger Polyester-Strickwaren zufrieden.“

Für den umweltbewussten Konsum mit kreativen Ideen in der Weihnachtszeit haben sich die Macher einiges einfallen lassen. Dementsprechend gab es Kurse zu Schneidern und Reparieren, Tutorials für plastikfreie Kosmetik oder selbstgebaute Spielsachen. Des Weiteren luden die Veranstalter zu Diskussionen über nachhaltigen Konsum in der Zukunft.

Quelle: Greenpeace