Taiwan: Nachfrage bei Photovoltaiktechnik zieht an

In den letzten Jahren sorgte der Markteintritt asiatischer Hersteller für Verschiebungen in den internationalen Photovoltaikmärkten. Mittlerweile werden in immer mehr Ländern der Region erfolgreiche Förderprogramme für die Installation von Modulen eingeführt. Der Energiebedarf Taiwans soll bis 2020 um zieka 2,1 Prozent wachsen. Das ressourcenarme Taiwan kann seinen Primärenergiebedarf derzeit jedoch nur zu knapp einem Prozent selbst decken.

Anteil der erneuerbaren Energien bis 2025 bei acht Prozent

Das taiwanesische Wirtschaftsministerium MOEA veröffentlichte jetzt eine erste Auswertung zur seit Ende April gültigen Solarförderung. Demnach wurde eine Einspeisevergütung für 981 Photovoltaikprojekte mit einem Gesamtvolumen von 151 Megawatt beantragt,

von denen zum 15. Oktober 452 Projekte mit einer Gesamtkapazität von 69 Megawatt genehmigt wurden. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung soll bis 2025 (ohne Wasserkraft) acht Prozent betragen. Dafür wurde Mitte 2009 der Renewable Energy Development Act (REDA) verabschiedet und im Dezember mit festen Einspeisevergütungen über 20 Jahre für den Großteil der erneuerbaren Energien abgeschlossen.

Damit wurde die ursprüngliche Begrenzung der Förderung von 64 Megawatt im Jahr 2010 leicht übertroffen. Eine Fortführung der Förderung für 2011 wurde auch bereits angekündigt. Die Rahmenbedingungen für einen verstärkten Ausbau der Photovoltaik im Land sind günstig. Zum Einen hat das Land jüngst das Ziel für den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung von 15,1 Prozent auf 16 Prozent erhöht, wie die International Energy Agency (IEA) jetzt in der „Electricity Information 2010“ bekanntgab. Zum anderen sollen Taiwans CO2-Emissionen bis 2025 auf den Stand von 2000 verringert werden.

Taiwan bedeutender Hersteller in Photovoltaikindustrie

Bislang ist Taiwan vor allem als Produzent von erneuerbaren Energien-Technologien in Erscheinung getreten. Durch die Erfahrung zahlreicher taiwanesischer Unternehmen in der LCD-, Halbleiter-, LED- und CD-ROM-Herstellung gibt es Spillover-Effekte zur Produktion von Photovoltaiktechnologien. So hatte das Land im Jahr 2009 mit einer Produktion von 1,5 Gigawatt einen Weltmarktanteil von 12,2 Prozent an der weltweiten Zellproduktion im Photovoltaikbereich.

Daniel Seemann

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