Sparsam kühlen: Der richtige Umgang mit dem Kühlschrank

Sparsam kühlen: Der richtige Umgang mit dem Kühlschrank

Wer sich über die Energieeffizienzklasse seines Kühlschranks Gedanken macht, ist gut beraten. Schließlich ist der Kühlschrank ein Gerät, das 24 Stunden am Tag läuft und nur selten abgeschaltet wird. Alte Geräte sind regelrechte Stromfresser und eine Neuanschaffung kann eine immense Entlastung für den Geldbeutel und die Umwelt bedeuten. Beim Kauf lohnt es sich, genau auf das Energielabel zu schauen. Mit einem neuen Gerät der Energieeffizienzklasse A bis A+++ lassen sich im Vergleich zum ausgedienten Gerät mehr als 100 Euro im Jahr sparen.

Grün ist gleich grün

Das EU-Energielabel ist seit 2010 Pflicht. Die farbige Skala hilft ganz leicht bei der Wahl der richtigen Effizienzklasse. Grün steht für eine hohe Energieeffizienz und eine niedrige Umweltbelastung. Von Geräten mit orangen bis roten Effizienzklassen hingegen sollte man besser die Finger lassen. Ein neuwertiger Kühlschrank sollte mindestens die Energieklasse A haben. Auch wenn das Gerät in der Anschaffung vielleicht ein wenig teurer ist, schon nach kurzer Zeit gleichen sich die Mehrkosten durch eine niedrigere Stromrechnung aus. In Zahlen ausgedrückt: Eine Kühl-Gefrierkombination der Klasse A+++ verursacht – ausgehend von einem Strompreis von 26,5 Cent pro Kilowattstunde – Kosten von gut 45 Euro pro Jahr. Ein Gerät der Effizienzklasse A kommt schon auf rund 70 Euro und ein 15 Jahre altes Gerät auf 160 Euro, also nahezu das Vierfache der A+++-Klasse.

Tür zu

Daneben ist auch die richtige Handhabung des Kühlschranks entscheidend für die Kostenersparnis. Achten Sie darauf, die Tür nicht zu lange geöffnet zu lassen. Die entweichende Kälte muss das Gerät anschließend wieder mit viel Energie hereinholen. Außerdem sollte die Kühltemperatur nicht zu hoch eingestellt sein. Normalerweise gibt es einen Drehknopf zum Regeln der Kühltemperatur. Lassen Sie diese bei Stufe 1 bis 3 und halten Sie die Temperatur, wenn der Kühlschrank über eine Kühlanzeige verfügt, getrost bei rund sieben Grad. Das genügt, um die Lebensmittel vor dem Verderben zu schützen.

Eis macht ihn heiß

Vor allem sollten Sie den Kühlschrank regelmäßig abtauen, insbesondere wenn Sie ein Eisfach haben. Die dicke Eischicht hält nicht etwa die Fischstäbchen besonders lange frisch, sondern erhöht den Stromverbrauch. Denn durch das Eis gelangt die Kälte schwerer ins Innere des Kühlschranks und dieser muss mehr Energie aufwenden, um die Temperaturen konstant zu halten. Durch regelmäßiges Abtauen lassen sich bis zu 45 Prozent Energiekosten einsparen. Neuere Geräte verfügen teils über automatische Abtaufunktionen, ältere Geräte hingegen müssen von Zeit zu Zeit manuell abgetaut werden, indem man den Stecker zieht.

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Noch ein Tipp für besonders Sparsame: Im Winter kann man den Kühlschrank auch mal für ein paar Wochen ganz ausstellen und Butter, Käse und Wurst auf dem Balkon oder dem Fensterbrett in Dosen lagern. Aufpassen nur, dass niemand stibitzen kommt.

 

Josephin Lehnert

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