Sauber waschen: Der richtige Umgang mit der Waschmaschine

Sauber waschen: Der richtige Umgang mit der Waschmaschine

Privathaushalte sind für 25 Prozent des gesamten Energieverbrauchs verantwortlich. Ein Grund mehr, hier genau hinzuschauen, wo man sparen kann. Zu den größten Stromfressern zählt die Waschmaschine. Wer von Anfang an auf das richtige Gerät setzt, kann viel Geld sparen.

Dass Waschmaschine nicht gleich Waschmaschine ist, dürfte inzwischen bekannt sein. Beim Gang durch die Elektroabteilung springen einem alle naselang die farbigen Energieeffizienzplaketten entgegen. Und wer schon kein Umweltbewusstsein mitbringt, der weiß immerhin, dass ein grünes A dem eigenen Sparschwein besser bekommt als ein rotes D.

Oftmals fährt man mit einer neuen, aber energieeffizienten Waschmaschine weit besser als mit einer alten, denn die Energieeffizienz der Geräte hat sich in den letzten Jahren massiv verbessert. Auch der Wasserverbrauch wird immer geringer. Eine vierköpfige Familie mit normalem Waschverhalten kommt im Jahr mit einem A+++-Gerät auf Gesamtkosten von etwa 70 Euro, mit einem A+-Gerät sind es schon rund 100 Euro und mit einer alten Waschmaschine liegt man locker bei 110 bis 120 Euro. Da lohnt sich der Blick auf das Energielabel allemal. Aber das ist bei weitem noch nicht alles, was es zu beachten gilt.

Die volle Ladung

Auch der Waschprozess birgt einiges an Sparpotenzial. Achten Sie auf die richtige Temperatur. Bei höheren Waschtemperaturen erhöht sich natürlich auch der Energiebedarf. Eine 90-Grad-Wäsche kostet im Vergleich zu einer 30-Grad-Wäsche mehr als das Doppelte. Für normal verschmutzte Wäsche sind 40 Grad vollkommend ausreichend. Nur im Ausnahmefall sollte bei starken Verschmutzungen das Kochprogramm gewählt werden.

Zudem ist darauf zu achten, die Maschine bei jedem Waschgang möglichst voll zu beladen. Jeder zusätzliche Waschgang bedeutet zusätzliche Strom- und Wasserkosten. Idealerweise verfügt Ihre Waschmaschine über ein ½-Programm für die halbe Ladung. Das passt allerding nur die Wassermenge dem Waschvolumen an. Der Energieverbrauch wird dabei aber nur geringfügig gesenkt.

Nutzen Sie das Sparprogramm

Moderne Waschmaschinen verfügen außerdem über spezielle Sparprogramme. Diese halten den Wasser- und Stromverbrauch niedrig. Vor allem der Schleudergang ist ein großer Energiefresser. Wer hohe Umdrehungszahlen wählt, wäscht auch mit hohen Energiekosten. Idealerweise lassen sich die Umdrehungen manuell wählen. Wer seine Wäsche auf der Leine trocken, fährt mit 1.000 Umdrehungen sehr gut. Wandert die Wäsche anschließend in den Trockner, sollten mindestens 1.200 Umdrehungen eingestellt werden, sonst ist der Energieverbrauch des Trockners wiederum zu hoch.

  • Das könnte Sie auch interessieren:
  • Orbit, die wasserlose Waschmaschine
  • Energieeffizienz-Ratgeber: Grün im Büro

Spezielle Sparprogramme laufen meist bei niedrigen Temperaturen und länger als der normale Waschgang. Schnell- und Kurzzeitprogramme hingegen kompensieren die kurze Waschzeit mit hohen Energiekosten. Wer es also nicht eilig hat, sollte davon Abstand nehmen.

Josephin Lehnert

2 Bemerkungen

  • Wo bin ich hier eigentlich? Kosten im Jahr bei alter Waschmaschine von 120€ klar kann man da sparen – aber im Vergleich sind das gerade mal maximal 2 Tankfüllungen … Also einfach mal einen Monat mit dem Fahrrad zur Arbeit spart genauso viel. Davon abgesehen sind die Energielabel spätestens dann völlig überflüssig wenn man seine eigene Photovoltaik hat besser bei Sonnenschein wäscht – wo ist den dieser Tipp? Ach ja die hiesige SWB will mir immer noch keine Einspeisevergütung zahlen, weshalb ich quasi gezwungen bin meinen Strom selbst zu verschwenden! Ausserdem fehlt ganz klar Warmwasser nutzen (natürlich aus der eigenen Solarthermie) – das spart nämlich am kräftigsten – weil die Maschine viel Strom fürs Aufheizen des Wassers verschwendet, nur schade, daß sich Warmwasser noch nicht mit Regenwasser kombinieren lässt, dann bräuchte man nämlich auch weniger Wasserenthärter, weil Regenwasser weicher ist und die Wäsche auch gleich viel flauschiger macht …

  • Hallo,

    ersteinmal vorweg: toller Artikel!
    Es ist schon ein Wahnsinn, was Haushaltsgeräte heutzutage bei richtigem Gebrauch einsparen können. Ich hab vor kurzem eine Statistik gesehen, die zeigte, dass noch vor 10 Jahren die Geräte fast das Doppelte an Energie verbraucht haben.
    Auch wir sind derzeit dabei uns 1-2 neue Geräte anzuschaffen, klar schlagen die erstmal ein Loch in den Geldbeutel, aber ich hoffe, es wird sich rechnen. Auf jeden Fall angschafft, wird diese neue Wascdhmaschine http://www.bosch-home.com/de/produkte/waschen-und-trocknen/waschmaschinen/60-cm-breite-frontlader/WAS28840.html

    Viele Grüße
    Markus

Über das CleanEnergy Project

Das CleanEnergy Project ist ein non-profit Online-Magazin für alle Menschen auf der Suche nach mehr Nachhaltigkeit.

Das Team von CleanEnergy Project will Gestalter und nicht nur Zuschauer unserer Zeit sein.

Wir heißen alle willkommen, die sich uns als Autoren unserer Zeit anschließen möchten und bieten dafür unsere Plattform, das CleanEnergy Project.