Österreichischer Klimaschutzpreis 2010

Michaela Reitterer bekommt den Österreichischen Klimaschutzpreises verliehen

Am 8. November wurden in Wien die diesjährigen Gewinner des Österreichischen Klimaschutzpreises 2010 bekanntgegeben. Bei der seit 2008 existierenden Auszeichnung prämiert der ORF und das Lebensministerium Projekte und Ideen mit besonderem Klimaschutzpotential. Die Vergabe erfolgt aufgrund einer Abstimmung des österreichischen Fernsehpublikums und der Meinung einer hochkarätigen Jury, bestehend aus Medien-, Wissenschafts-, Wirtschafts-, und Umweltschutzexperten.

Die Kriterien sind im Detail:

    • die Wirksamkeit für den Klimaschutz,
    • eine potentielle Vorbildwirkung,
    • Energie- und Kosteneffizienz,
    • der Innovationsgrad und
    • Kreativität.

Wenn es sich bei Teilnehmern um Unternehmen handelt, zählt zusätzlich der Anteil des eingereichten Projektes am Gesamtumsatz beziehungsweise Portfolio.

2010 wurden insgesam 310 verschiedene Projekt eingereicht, das sind erstaunlicherweise deutlich weniger als 2008 (543) und 2009 (426). Der Österreichische Klimaschutzpreis wurde auch in diesem Jahr wieder in vier verschiedenen Kategorien verliehen und folgende Ideen/Projekte wurden ausgezeichnet:

In der Kategorie „Regionen und öffentlicher Raum“ gewann das gemeinnützige AEE Institut für Nachhaltige Technologien mit der steirischen Energieregion Weiz-Gleisdorf. Über aufwändige Gebäudesanierungen, Solar- und Photovoltaikanlagen und die Nutzung von Biomasse konnten die teilnehmenden 18 Gemeinden ihren Ausstoß an Treibhausgasen um beeindruckende 25 Prozent senken und damit die Jury und das Fernsehpublikum überzeugen. Da ich selbst in Weiz aufgewachsen bin, freut mich das natürlich ganz besonders.

Die Kategorie „Landwirtschaft & Gewerbe“ konnte das Wiener Boutique-Hotel Stadthalle für sich entscheiden. Das von Michaela Reitterer geführte 3-Sterne-Hotel wurde energietechnisch durch verschiedenste Um- und Anbauten auf den neuesten Stand der Technik gebracht und ist dadurch zu dem wahrscheinlich ersten Null-Energie-Bilanz Hotel im urbanen Raum geworden.

Für die Entwicklung einer auf Zucker basierenden Möbelbeschichtung wurde die international tätige Kärntner Firma Impress Decor ausgezeichnet. Sie gewann damit den Preis in der Kategorie „Industrie & Großbetriebe“.

Der vierte und somit letzte Preisträger ist die Aqua Libre Energieentwicklungs GmbH in der Kategorie „Alltag und Ideen“. Das Unternehmen erhielt die Auszeichnung für die Entwicklung der sogenannten „Strom-Boje®“, einem schwimmenden Strömungskraftwerk, das durch seine Bauweise nicht in die Natur eingreift und somit Fauna und Flora nicht beschädigt.

Das CleanEnergy Project gratuliert den Gewinnern zu ihren tollen Ideen und dem Österreichischen Klimaschutzpreis 2010!

Matthias Schaffer

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