Orbit, die wasserlose Waschmaschine

Orbit Waschmaschine von Elie Ahovi

Waschmaschinen verbrauchen nicht nur eine Menge Energie, sondern auch sehr viel Wasser. Mit dem spannenden Konzept des in Togo geborenen und in Frankreich aufgewachsenen Designers Elie Ahovi könnten derartige Umweltsünden bald der Vergangenheit angehören. Seine Orbit Waschmaschine ist vielleicht die Waschmaschine der Zukunft, denn sie reinigt nicht nur in gerade einmal fünf Minuten und nahezu geräuschlos, sondern auch völlig ohne Wasser, Waschmittel und Weichspüler.

Die Technik dahinter sind sogenannte Trockeneisstrahlen, die in der industriellen Oberflächentechnik bereits erfolgreich zur Reinigung eingesetzt werden. Bei sogenanntem Trockeneis handelt es sich um die feste und umweltneutrale Form von Kohlendioxid mit einer Temperatur von minus 78,9Grad Celsius. Beim Waschvorgang wird dieses Trockeneis mit in die Trommel gegeben. Wenn sich die Trommel dreht, ändert das Eis den Aggregatzustand und wird mit hohem Druck in die verschmutzte Kleidung geschleudert. Dort löst das Kohlendioxid den Schmutz und filtert ihn mit speziellen Röhrchen aus der Trommel. Logischerweise muss die frische Wäsche auch nicht getrocknet werden, da keinerlei Wasser zum Einsatz kommt.

Völlig neuartig ist auch der Look der Orbit Waschmaschine. Sie besteht aus einer tragbaren Trommel aus supraleitendem Material, die in einem Ring mit Batterien schwebt, durch den elektrischer Strom fließt. Fällt nun der elektrische Widerstand auf Null ab, beginnt sich die Trommel innerhalb des Rings zu drehen und der Waschvorgang kann beginnen. Die Energieversorgung erfolgt dabei völlig autark, indem sich die Batterien mit Hilfe von Induktionstechnologie selbst aufladen.

Ob das technisch tatsächlich so umsetzbar ist, kann ich leider nicht beurteilen, aber zumindest klingt die wasserlose Orbit Waschmaschine von Elie Ahovi nach einem wirklich revolutionären Konzept, das für die Natur ein Segen sein könnte. Sie verbraucht kaum Energie, kein Wasser, kein Waschmittel oder Weichspüler und behebt ganz nebenbei ein weiteres Umweltproblem, das durch die derzeit verwendeten Waschmaschinen verursacht wird: Mikro-Plastikmüll in den Weltmeeren. Und außerdem sieht sie einfach mal ziemlich stylish aus!

Matthias Schaffer

2 Bemerkungen

  • Waschen mit CO2 gab es schon mal.
    Allerdings wurde flüssiges Co2 verwendet. Die Firma hat inzwischen aber wieder dicht gemacht, weil es sich wohl nicht gelohnt hat.
    Abgesehen daovn, dass Trockeneis im Vergleich zu flüssigem co2 teurer sein sollte und die Lagerung nicht so einfach, sehe ich noch ein großes Problem mit dem Nebeneffekt des Trockeneises. Das wird ja normalerweise zum Kühlen verwendet. D.h. jede Feuchtigkeit in der Wäsche wird eingefroren. Von daher bin ich unsicher, ob die Wäschefasern dadurch nicht doch in Mitleidenschaft gezogen werden.
    Es sind auf jeden Fall noch ein paar Hürden da, im Endeffekt wird der Erfolg davon abhängen, wie günstig es ist und ob die Wäsche sauber wird.