Nachhaltigkeit hält Einzug in den Fußball

Die Olympischen Spiele in London 2012 machten es vor: Mit Ressourceneffizienz, Recycling und Umweltschutz taten sie sich hervor und trugen somit dazu bei, dass nicht nur der olympische Gedanke, sondern auch der Nachhaltigkeitsgedanke weitergetragen wurde. Auch Russland hat bei seinen Vorbereitungen zur Fußballweltmeisterschaft 2018 den grünen Gedanken im Kopf.

Das Thema Nachhaltigkeit rückt auch im Fußball immer stärker ins Mittelfeld. So beziehen mehr und mehr Stadien Ökostrom, die Europameisterschaft soll kostengünstig und ressourcenschonend in vorhandenen Stadien ausgerichtet werden. Bereits im Sommer 2012 hat die FIFA zusammen mit der brasilianischen Regierung ihre Nachhaltigkeitsstrategie für die Weltmeisterschaft 2014 vorgestellt.

Auch Russland bereitet sich auf die Austragung der Fußballweltmeisterschaften in vier Jahren vor. Für das Land ist eine Zertifizierung zum nachhaltigen Bauen Pflicht. Es erscheint zwar unumgänglich, neue Stadien zu errichten, doch sollen diese unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien gebaut werden.

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So soll das Stadion in der Metropole Rostow im Süden des Landes als Teil eines Renaturierungsgebietes am Ufer des Flusses Don errichtet werden. Das hierfür zuständige Architektenbüro Populous errichtete bereits 2012 das Olympiastadion in London aus Recycling-Stahl und nachhaltig produziertem PVC.

Nun wurden beim Bau des Fußballstadions in der 1,1 Millionen Stadt in Russland insbesondere Wetterschutz und eine entsprechende Klimatisierung berücksichtigt. Im Zuge dessen wird das ganz in Weiß gehaltene Dach als Allwetterschutz dienen und ist gleichzeitig lichdurchlässig, es schützt vor Regen, aber auch vor Hitze. Damit werden Stromkosten durch eine entsprechend aufwändige Beleuchtung sowie Klimatisierung gespart.

Auch architektonisch soll das Gebäude hervorstechen: Die Konstruktion orientiert sich an der alter Kurgane. Dies waren einst in Russland, der Ukraine und Teilen Asiens wie Europas weit verbreitete Grabhügelanlagen, die bereits in der Jungsteinzeit eine herrschaftliche Grabanlage darstellten.

Und nach der Weltmeisterschaft? Das Stadion soll bestehen bleiben, durch seine Gebäudeform fügt es sich in die renautierte Landschaft ein, die zukünftig als „grüne Lunge“ der Stadt dienen soll.

 

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