Nachhaltiger Tourismus in Deutschland

Nachhaltige Tourismusdestinationen
Gewinner des Bundeswettbewerbs ist das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ©DTV/Jan Sobotka

Das Jahr 2017 erklärten die Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr  des nachhaltigen Tourismus. Der Hintergrund: überall auf der Welt sind Tourismus und Nachhaltigkeit untrennbar miteinander verbunden. Pünktlich zur Internationalen Tourismusmesse ITB 2018 stellte nun das Bundesministerium für Umwelt (BMUB) die Gewinner des „Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen“ vor. Unter 27 Bewerbungen Bundesweit wurden insgesamt 15 nachhaltige Reiseziele in Deutschland nominiert. Wie geht nachhaltiger Tourismus in Deutschland?

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Viele Reiseziele in Deutschland setzen auf Nachhaltigkeit – denn kaum eine andere Branche ist so abhängig von den natürlichen und kulturellen Ressourcen und dem Rückhalt der einheimischen Bevölkerung wie der Tourismus. Und auch bei den Urlaubern wächst das Interesse an Nachhaltigkeit.“

Neben der Ernennung auf der ITB 2018 hat der deutsche Tourismusverband e.V. zusammen mit dem BMUB einen Report herausgegeben. In diesem werden prämierten Destinationen, die als Vorbilder für die Umsetzung eines umwelt- und sozialverträglichen Qualitätstourismus in Deutschland dienen sollen, näher vorgestellt. Gleichzeitig soll er Erholungs- und Erlebnissuchenden Ideen liefern, wie sie ihren Urlaub bewusster gestalten.

Die Gewinner für nachhaltigen Tourismus

Von den 15 Nominierten wurde das Biosphärengebiet Schwäbische Alb zum Gewinner gekürt. „Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie eine konsequent nachhaltige Ausrichtung das Wir-Gefühl der Einheimischen stärken kann“, erklärt Reinhard Meyer,  Präsident Deutscher Tourismusverband e.V. „Für die Expertenjury war das einer der Gründe, die „Älbler“ zum Sieger im „Bundeswettbewerb 2016/17 – Nachhaltige Tourismusdestinationen in Deutschland“ zu küren. Tourismus- und Naturschutzverbände, Gemeinden, Unternehmen und Bürger ziehen an einem Strang. Das Engagement steckt an und bringt hochwertige regionale Produkte und Angebote für die Gäste hervor.“

„Diesen besonderen Wettbewerb zu gewinnen, bedeutet  für die vielen Akteure des Biosphärengebiets Schwäbische  Alb eine große Anerkennung ihrer Leistung.“, so Petra Bernert, Leiterin der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets  Schwäbische Alb. „Wir freuen uns sehr  über diesen Erfolg, der uns auch für die Zukunft motiviert,  unsere Möglichkeiten einzubringen. Außerdem hatte die  Teilnahme am Wettbewerb einen weiteren wichtigen  Effekt: Die Ausarbeitung des Antrags machte uns deutlich,  wo wir stehen und wo bzw. wie wir uns im Sinne unseres  Leitgedankens ‚Mehr Qualität, mehr Schutz der Biodiversität, mehr regionale Wertschöpfung‘ weiter verbessern  können.“

Neben dem Hauptgewinn wurden auch Sonderpreise verliehen. So erhielten:

  • Sächsische Schweiz: Sonderpreis nachhaltige Mobilität
  • Allgäu: Sonderpreis Regionalität
  • Peeneregion in Vorpommern: Sonderpreis biologische Vielfalt & Naturerlebnis
  • Nordseeinsel Juist: Sonderpreis Klimaschutz, Ressourcen- und Energieeffizienz

Den Report zum „Bundeswettbewerb 2016/17 Nachhaltige Tourismusdestinationen“ finden Sie hier.

Quellen:
https://www.deutschertourismusverband.de/fileadmin/Mediendatenbank/Dateien/170929_REPORT-Nachhaltigkeit-Online-Version.pdf
https://www.bmub.bund.de/themen/wirtschaft-produkte-ressourcen-tourismus/tourismus-sport/nachhaltiger-tourismus/

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