Nachhaltige Mode – Nische oder Massenmarkt?

Rund 26 Kilogramm Bekleidung pro Kopf und Jahr werden laut des Umweltbundesamts in Deutschland gekauft. Die sogenannte Fast Fashion oder „schnelle Mode“ hat meistens ein kurzes Leben und belastet unsere Umwelt enorm. Neben den Umweltschäden stehen auch die sozialen Standards bei der Textilproduktion im Mittelpunkt einer kritischen Diskussion. Dazu gehören zum Beispiel die untragbaren Arbeitsbedingungen und Löhne in Produktionsländern wie Pakistan und Bangladesch. Inwieweit sind aber die Verbraucher in Bezug auf das Thema Fast Fashion sensibilisiert? Bleibt nachhaltige Mode eine Nische oder wird sie sogar zum Massentrend?

Das Hamburger Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH hat im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 1.490 in Deutschland lebende Verbraucher zwischen 15 und 69 Jahren zum Thema nachhaltige Mode befragt. Die Studie untersucht die Einstellung, das Kaufverhalten und die Bereitschaft zu nachhaltigem Modekonsum.

Weniger als zehn Prozent der Deutschen besitzen mehrere nachhaltig produzierte Kleidungsstücke

Für die überwiegende Mehrheit der Verbraucher ist Nachhaltigkeit im Bereich Bekleidung wichtig. Bisher besitzt jedoch weniger als ein Zehntel mehrere nachhaltig produzierte Kleidungsstücke. 79 Prozent der Verbraucher haben eine positive Einstellung gegenüber nachhaltige Mode, bleiben aber tatenlos. Für 13 Prozent besitzt die Thematik keine Relevanz.

© SPLENDID RESEARCH

„Obwohl viele Verbraucher noch zögerlich sind, scheint der Trend positiv: Einerseits lässt die Nachfrage eine inzwischen beachtliche Anzahl an kleinen, ausschließlich nachhaltig produzierenden Anbietern zu. Andererseits ist die Relevanz des Themas offenbar im kollektiven Bewusstsein angekommen“, stellt Studienleiterin Eva Windhorst fest.

Preis spielt immer noch große Rolle

Allerdings sind für zwei Drittel der Verbraucher niedrigere Preise der entscheidender Faktor, um häufiger zur nachhaltigen Alternative zu greifen. Inzwischen sind jedoch viele bereit, für umweltverträglich produzierte Kleidung zumindest einen moderaten Aufpreis zu zahlen. So kann die Zahlungsbereitschaft um bis zu 28 Prozent ansteigen, sobald ein entsprechender Hinweis vorhanden ist.

Bei 60 Prozent der Deutschen steigt eine Garantie auf Nachhaltigkeit die Kaufbereitschaft. Orientierung können hier Nachhaltigkeitssiegel geben: Fairtrade Textile Production und Oeko-Tex Standard100 sind die bekanntesten dieser Siegel, die gleichzeitig auch das größte Vertrauen unter den Verbrauchern genießen.

Die vollständige Studie gibt es unter www.splendid-research.com/slowfashion

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