Nachhaltig in die Ferienfreizeit

Endlich haben die lang ersehnten Sommerferien angefangen.  Sprachreise, Abenteuercamp oder Ferien auf dem Bauernhof – organisierte Kinder- und Jugendreisen, bei denen jungen Menschen etwas lernen können, sind heute sehr beliebt. Gastautor Daniel Schwarz von livv.at erläutert in diesem Beitrag warum angesichts aktueller Umweltprobleme auch der Nachhaltigkeitsaspekt ein Auswahlkriterium sein sollte und was eine nachhaltige Ferienfreizeit auszeichnet.

Eine weit entfernte Ferienfreizeit ist zwar toll, aber meist auch kostspielig. Waren viele Eltern früher noch dazu bereit, ihre Kinder mit einer Reise in die Ferne zu belohnen, sieht das heute – angesichts der aktuellen Wirtschaftslage – anders aus. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat die Energie– und Lebensmittelpreise in Deutschland nach oben getrieben. Mit anderen Worten: Ganz Europa – und somit auch Deutschland – erlebt aktuell eine deutlich angestiegene Inflation[i]. Das alltägliche Leben ist also für viele zu einem kostspieligen Unterfangen geworden. Somit ist es auch nicht verwunderlich, wenn Eltern – zumindest in diesem Jahr – kein halbes Vermögen für die Ferienfreizeit ihrer Kinder ausgeben möchten.

Wenn exotische Reiseziele für die diesjährige Ferienfreizeit ausgeschlossen werden, liegt das aber auch daran, dass viele ein bewusstes Zeichen für mehr Nachhaltigkeit setzen möchten. Nachhaltige Kinder- und Jugendreisen liegen also hoch im Kurs.

4 Kriterien für nachhaltig Kinder- und Jugendreisen

Spätestens, seit der weltweite CO2-Ausstoß ein Rekordhoch[ii] erreicht hat, wird die Notwendigkeit zu handeln immer deutlicher. Genau deshalb spielt das Thema Nachhaltigkeit für viele Menschen eine immer bedeutendere Rolle. Nicht nur der Alltag, sondern auch die Ferien sollten der Umwelt zuliebe gestaltet werden. Eine nachhaltige Kinder -und Jugendreise ist deshalb ein Schritt in die richtige Richtung. Hier folgen ein paar wichtige Kriterien, die eine nachhaltige Ferienfreizeit auszeichnen.

#1 Umweltfreundliche Unterkunft

Zeltübernachtungen inmitten der Natur sind natürlich besonders nachhaltig – schließlich kann hier jede Menge Energie gespart werden (z. B. durch fehlende Elektrizität). Doch es muss nicht zwingend eine Zeltfreizeit sein, wenn Ihre Kinder davon nicht begeistert sind. Inzwischen gibt es auch einige umweltfreundliche Unterkünfte für organisierte Kinder- und Jugendreisen. Eine Unterkunft gilt als nachhaltig, wenn sie grundlegende Voraussetzungen erfüllt. Dafür gibt es einige Beispiele:

  • Energiesparbeleuchtung
  • CO2-arme Heizung
  • 100 % Ökostrom
  • Handtuchtausch nur bei Bedarf
  • gute Erreichbarkeit (auch mit Öffis)

#2 Ferienfreizeit in der Nähe

Eeine Ferienfreizeit ist auch immer dann nachhaltig, wenn der Aufenthalt mit keiner langen An- und Rückreise verbunden ist. Schließlich gilt: Urlaub in der Nähe[iii] zeichnet sich im Gegensatz zu einer Flugreise durch einen deutlich geringeren CO2-Ausstoß aus.

Wählen Sie deshalb eine Ferienfreizeit aus, die im Idealfall zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar ist. Doch auch Kinder- und Jugendreisen, bei denen die gemeinsame An- und Rückfahrt mit einem Reisebus auf dem Programm steht, sind empfehlenswert. Falls umweltfreundliche Mobilität auch bei der Programmumsetzung vor Ort eine Rolle spielt (z. B. geplante Fahrradausflüge), stehen die Zeichen gut, dass Sie eine nachhaltige Ferienfreizeit für Ihre Kinder gefunden haben.

#3 Nachhaltige Verpflegung

Ob eine Ferienfreizeit tatsächlich nachhaltig ist, hängt auch von der Verpflegung ab. Wenn regelmäßig ungesundes Fast Food, wie Rindfleisch-Burger mit Tiefkühl-Pommes, auf den Tisch kommen, ist das alles andere als nachhaltig. Schließlich sind diese Lebensmittel aufgrund ihrer Herstellungsprozesse besonders klimaschädlich

Ferienfreizeiten, auf denen die jungen Menschen hingegen mit frisch gekochten Speisen aus regionalen und saisonalen Zutaten verwöhnt werden, sind besonders nachhaltig. Selbstgemachtes ist aber nicht nur klimaschonend, sondern schmeckt auch immer noch wesentlich besser als Fertiggerichte.

#4 Richtiger Umgang mit Müll

Nachhaltige Ferienfreizeiten zeichnen sich ebenfalls durch einen verantwortungsvollen Umgang mit Müll aus. Auf dem Freizeitgelände wird sichergestellt, dass sich überall genügend, sorgfältig beschriftete Mülleimer für verschiedene Abfälle finden. Dadurch werden die Kinder und Jugendlichen dazu angeleitet, Müll umweltfreundlich zu entsorgen.

Außerdem wird bei der Planung und Organisation der Ferienfreizeit darauf geachtet, dass übermäßige Abfallmengen erst gar nicht entstehen – Stichwort: Zero Waste. So achten Betreuer bei Einkäufen auf z. B. Produkte mit möglichst wenig Verpackung und Getränke in Mehrwegflaschen. Außerdem wird upgecycelt statt weggeworfen und nichts auf Vorrat eingekauft, um z. B. überschüssige Lebensmittel zu vermeiden.

Fazit: Sommerferien ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit

Die meisten Kinder und Jugendlichen lieben es zu reisen – und das auch gerne einmal ohne die Eltern. Ferienfreizeiten sind eine willkommene Ergänzung zum alljährlichen Familienurlaub. Doch in Zeiten vieler aktueller Umweltprobleme darf hier die Nachhaltigkeit nicht zu kurz kommen. Achten Sie auf die obigen Kriterien, um eine nachhaltige Ferienfreizeit für Ihre Kinder auszuwählen.

Quelle und ©Foto Daniel Schwarz: livv.at

[i] https://www.n-tv.de/wirtschaft/Inflation-in-Deutschland-steigt-auf-7-3-Prozent-article23235120.html
[ii] https://www.tagesschau.de/wirtschaft/co2-rekordhoch-101.html
[iii] https://www.livv.at/ratgeber/nachhaltig-reisen/

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