Möglichkeiten für einen nachhaltigen Einkauf

Wo findet man heute noch Produkte direkt vom Erzeuger?

Über das Leid aus der Massentierhaltung habe ich ja schon berichtet. Die Massenproduktion ist allerdings nicht nur bei tierischen Lebensmitteln problematisch. Massenware ist so billig, weil sie so kostensparend wie möglich hergestellt wird. Umweltschutz, Nachhaltigkeit oder Tierwohl spielen dabei kaum eine Rolle. Außerdem schmecken solche Lebensmittel meist nicht besonders gut. Doch das muss alles nicht sein. Wenn du nachhaltiger einkaufst, kannst du etwas gutes tun, selbst wenn du auf gewisse Produkte nicht verzichten willst.

Massenware: Gefährlicher Trend

Billigware liegt voll im Trend. Die meisten von uns wollen möglichst wenig für ihre Lebensmittel bezahlen. Die Supermärkte kaufen dementsprechend nur da ein, wo sie den geringsten Preis zahlen müssen. Das ist in der Regel dort, wo in Massen produziert wird. So können sie die Waren auch dem Kunden sehr günstig anbieten. Und uns freut es dann, wenn wir ein Kilo Fleisch für vier Euro bekommen. Oder einen Kopfsalat für fünfzig Cent. Dieser Trend ist jedoch teurer als viele denken.

Landwirte bekommen im Schnitt nur etwa 25 Prozent des Kaufpreises. Bei nur vier Euro pro Kilo Fleisch, verdienen sie daran gerade mal einen Euro. Da kann weder Umweltschutz, noch eine möglichst nachhaltige Produktion oder der Tierschutz an erster Stelle stehen. Die Massenproduktion ist für sie oft die einzige Möglichkeit, um Waren zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten zu können.

Massenproduktion verursacht viele Probleme

Solche Lebensmittel kosten uns zwar wenig Geld, allerdings hat Massenware einen ganz anderen Preis. Hier sprechen wir oft von versteckten Kosten. Wobei eigentlich klar ist, wer dafür bezahlt. Massenproduktion geht immer auf Kosten der Nutztiere und schädigt die Umwelt. Außerdem verschlingt sie extrem viele Ressourcen und ist damit absolut nicht nachhaltig. Und nicht zuletzt: Die genormten Produkte von der Stange sind meist von keiner guten Qualität. Sie schmecken auch nicht besonders.

Wir können etwas dagegen tun

Wir als Konsumenten haben es allerdings in der Hand, diesen negativen Effekten entgegenwirken. Und damit meine ich diesmal gar nicht, auf Fleisch und tierische Produkte im Allgemeinen zu verzichten. Auch wenn wir das nicht machen, können wir etwas gutes tun. Indem wir nachhaltiger einkaufen.

Tipps für einen nachhaltigen Einkauf

Wir können beispielsweise Wochenmärkte oder Hofläden aufsuchen. Wir können bei qualifizierten Metzgern oder Bäckern einkaufen. Dort findet man oft noch unverfälschte Lebensmittel, meist direkt vom Erzeuger oder Verarbeiter. Menschen, die auf dem Land wohnen, können manche Produkte auch direkt beim Bauern kaufen. Dadurch entfallen lange Transportwege der Lebensmittel. Das entlastet die Umwelt. Du kannst dich dort auch erkundigen, ob die Tiere in guten Bedingungen leben.

Pielers: Lebensmittel direkt vom Erzeuger

Doch es finden nicht immer Wochenmärkte statt. Nicht jeder wohnt auf dem Land und kann direkt beim Bauern einkaufen. Vielen Menschen fehlt auch einfach die Zeit dafür. Denjenigen empfehle ich die Internetplattform „www.pielers.de“. Piel“ kommt aus dem Plattdeutschen und bedeutet unter anderem: direkt. Dort habt ihr die Möglichkeit, Lebensmittel direkt vom Erzeuger zu kaufen. Geliefert wird versandkostenfrei oder die Ware wird beim Erzeuger oder einem vereinbarten Treffpunkt abgeholt.

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