Erfolgreiche Petition: Mehrwegbecher beim BVB

Fans des BVB werden zukünftig ihr Bier aus einem Mehrwegbecher trinken.
Fans des BVB werden zukünftig ihr Bier aus einem Mehrwegbecher trinken.

Fußball, Bier, Einwegbecher, Müll. Bei jedem Spiel werden literweise Getränke in Einwegbechern ausgeschenkt. Das Ergebnis: ein riesiger Haufen Plastikmüll. Allein beim Fußballbundesligisten Borussia Dortmund (BVB) kommen so bei jedem Spiel im Signal-Inuda-Park 80.000 Plastikbecher auf den Müllhaufen. Pro Jahr ganze 1,5 Millionen. Weil es so nicht mehr weitergehen soll, startete ein Fan mit Hilfe der Deutschen Umwelthilfe (DUH) Anfang des Jahres eine Petition für Mehrwegbecher im BVB Stadion.

Weil er sich sicher war, dass er nicht der einzige ist, der sich für eine Umstellung auf Mehrwegbecher aussprechen würde, startete Nick Heubeck die Petition. Mit Hilfe der Unterschriften wollte der den Verein darauf aufmerksam machen, dass auch zehntausende weitere Fans für eine Umstellung auf Mehrwegbecher sind. Nun haben Heubeck und die Deutsche Umwelthilfe die Unterschriften an Borussia Dortmund übergeben. Rund 100.000 Unterschriften kamen in der Petition zusammen. Und die zeigen Wirkung: BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer will nun tatsächlich von Einweg- auf Mehrwegbecher umsteigen.

Umstellung auf Mehrwegbecher beim BVB braucht Planungszeit

Carsten Cramer sprach sich nach der Unterschriftenübergabe für die Entwicklung und die Einführung eines optimierten und verbraucherfreundlichen Mehrwegbechersystems aus. Da eine solche Umstellung allerdings sehr aufwändig ist, muss diese nun erst einmal gründlich geplant werden. Nun möchten Die DUH und der Initiator der Petition, Nick Heubeck, gemeinsam mit dem BVB an der Umstellung arbeiten.

 „Wir wissen, dass Mehrwegsysteme eine gute Vorbereitung brauchen, damit alles perfekt abläuft. Daran möchten wir gemeinsam mit dem BVB arbeiten. Der BVB gehört nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern auch beim Umweltschutz zur Bundesliga-Spitzenklasse. Das hat das Bekenntnis von Carsten Cramer für umweltfreundliche Mehrwegbecher gezeigt“, so Thomas Fischer, Leiter für Kreislaufwirtschaft der DUH.

Auch andere Bundesligisten sind aufgefordert

Barbara Metz, Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin begrüßt die Entscheidung des BVB. Sie sieht den vorgeschlagenen Richtlinienentwurf der EU-Kommission zum Verbot von Einweg-Plastikgeschirr als deutliches Zeichen. DUH und Nick Heubeck fordern nun auch alle anderen Fußball-Bundesligisten auf, dem Beispiel von Borussia Dortmund zu folgen, falls sie noch auf Einwegbecher setzen. Mit Blick auf den Abstieg des Hamburger SV richtet sich Fischer an den Verein. „Der Neuanfang in der 2. Liga sollte auch für den Neuanfang beim Thema Getränkebecher und Umweltschutz genutzt werden.“ Als positives Beispiel geht bereits der FC Bayern voran. Bereits im Dezember starteten sie einen Testlauf mit ihrem neuen Mehrwegsystem und will dieses ab der kommenden Saison auch dauerhaft umsetzen.

 „Ich freue mich riesig, dass der BVB auf Mehrwegbecher umsteigen und damit die Umwelt schützen will“, so Nick Heubeck.

Quellen: DUH, Borussia Dortmund

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