Mehr Klimaneutralität im Alltag wagen

Klimaneutralität im Alltag fängt schon beim täglichen Einkauf an.
Klimaneutralität im Alltag fängt schon beim täglichen Einkauf an.

Elf Tonnen CO2 stößt jeder Deutsche jährlich aus. Das sind neun bis zehn Tonnen zu viel, will man die globalen Klimaziele langfristig erreichen. Aber lässt sich der Ökologische Fußabdruck überhaupt so stark reduzieren? Den Selbstversuch unternehmen dieses Jahr 100 Haushalte in Berlin. Dazu rief das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung das Projekt „Klimaneutral leben in Berlin“ ins Leben. Seit dem 1. Januar gehen Singles wie Familien verschiedenste Wege, um mehr Klimaneutralität im Alltag zu erreichen. Unterstützung erhalten sie dabei etwa vom Bundesumweltministerium.

 

Klimaschutz fängt bei jedem Einzelnen an. Während des Projektes „Klimaneutral leben in Berlin“ versuchen die teilnehmenden Haushalte daher, ihren ökologischen Fußabdruck um mindestens 40 Prozent zu verbessern. Durch eine App auf dem Smartphone können sie ihre Emissionen immer aktuell abrufen. Dadurch erfahren sie, wo und wie noch weitere Verbesserungen gemacht erreicht werden können. Berliner Unternehmen und Organisationen unterstützen die Projektteilnehmer, indem sie etwa klimaneutrale Waren und Dienstleistungen anbieten. Darunter finden sich zum Beispiel Strom- oder Mobilitätsanbieter wie ein Fahrradverleih-System. „Haushalte können durch einen klimafreundlicheren Lebensstil einen enormen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, erklärt Projektleiter Fritz Reusswig vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung.

Klimaneutralität im Alltag

Es gibt unzählige Möglichkeiten, um Emissionen einzusparen. Kleine Änderungen in der Lebensweise können bereits einen großen Unterschied machen. Allerdings sorgen mangelnde Information oder schlicht Überforderung mit dem komplexen Thema dafür, dass Verbraucher zu selten auf klimaneutrale Alternativen setzen. Das Projekt versucht Haushalte dabei zu unterstützen, mehr Klimaneutralität im Alltag zu schaffen.

Anfang letzten Jahres entwickelte das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung die „Carbon Tracker“-App. Die teilnehmenden Haushalte können dort individuelle Wege zur Senkung ihrer Emissionen auswählen und ihren persönlichen Fortschritt jederzeit überprüfen. Die offizielle Testphase startete im Januar 2018. Im Herbst rechnen die Initiatoren des Projektes mit den ersten verwertbaren Ergebnissen.

Innerhalb diesen Jahres sollen die teilnehmenden Haushalte ihren Ökologischen Fußabdruck reduzieren. Dazu werden bereits vorhandene klimafreundliche Produkt- und Dienstleistungsalternativen genutzt. Außerdem werden sie durch individuelle Beratungsangebote sowie das kontinuierliche Feedback über die gemachten Fortschritte durch den „Carbon Tracker“ unterstützt. Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium im Rahmen seiner Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert und vom Projektträger Jülich betreut.

Quelle: PIK