Lidl will bis 2020 auf giftige Chemikalien verzichten

Nachdem die Umweltschutzorganisation Greenpeace bei Tests, unter anderem in Textilien des Discounters Lidl, teils gesundheitsschädliche und umweltbelastende Chemikalien gefunden hatte, unterschrieb das Unternehmen jetzt eine Erklärung, die es verpflichtet, bis 2020 bei der Herstellung hauseigener Kleidungsstücke auf diese Stoffe zu verzichten. Das berichtete das Nachrichtenmagazin „Focus“ gestern online.

Die Abwässer der Textilfabriken verunreinigen Gewässer weltweit. Bis Ende Juni 2016 soll bei der Produktion deshalb auf Stoffe verzichtet werden, die hochgiftig für Wasserorganismen sind. Bis Juli 2017 soll dann auch ohne potenziell gesundheitsgefährdende Chemikalien produziert werden.

Greenpeace begrüßt diese Entwicklung und nannte sie einen gewaltigen Schritt nach vorne. Der Greenpeace Chemie-Experte Manfred Santen fordert andere Discounter auf, sich daran ein Beispiel zu nehmen. Wie Focus berichtete, haben nun auch Aldi Süd und Penny bekannt gegeben, mit Greenpeace zusammenarbeiten zu wollen, um zukünftig umwelt- und gesundheitsorientierter zu produzieren. Der Kaffeeröster Tchibo plant nun sogar ein Rücknahme- und Recycling-Programm. Das sei aber erst der Anfang, sagte Greenpeace abschließend.

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