Leckere Wildpflanzen und wilde Früchte im Herbst sammeln

Eine Hand hält eine Dolde schwarzer Holunderbeeren. Dahinter die grünen Blätter des Holunderstrauchs.
Holunderbeeren können jetzt im Herbst geerntet und verarbeitet werden. © Nadine Carolin Wahl

Traditionell gilt der Herbst mehr als die Zeit der Pilze – und doch lassen sich auch jetzt viele interessante und leckere Wildpflanzen und -früchte finden. Nach welchen Pflanzen lohnt es sich also, im Herbst Ausschau zu halten? Und was sollte man beachten, um frustfrei sammeln zu können?

Leckere Wildpflanzen sammeln im Herbst – Tipps für die kalte Jahreszeit

Zunächst einmal bringt der Herbst zwei besondere Tücken mit sich: Kälte und Nässe. Wer in größerem Umfang auf die Jagd nach Wildpflanzen geht, der sollte sich gut überlegen, welche zusätzliche Ausrüstung von Nutzen sein kann. Ein Rucksack mit einer Thermoskanne heißen Tees oder Kaffees, (fingerlose) Handschuhe und eine Thermo-Unterlage, um sich auch auf kaltem, nassen Boden hinzuknien oder zu setzen, sind nun Gold wert.

Welche Wildpflanzen gibt es im Herbst?

Es gibt eine ganze Reihe wilder Pflanzen, die man das ganze Jahr über oder doch zumindest von Frühjahr bis Herbst findet. Dazu gehören insbesondere Brennnessel, Giersch, Bärwurz, Gundermann, Schafgarbe, Frauenmantel, Sauerampfer, SauerkleeGänseblümchen und Löwenzahn. Worauf bei der Zubereitung außerhalb des Frühlings zu achten ist, gibt es hier nachzulesen.

Wie sieht’s aus mit wilden Früchten?

Die Zeit der Himbeeren dürfte in den meisten Gebieten nun schon vorbei sein. Dafür gibt es aber – passend für Herbst und Winter – zwei Früchte, denen eine besonders immunstärkende Wirkung nachgesagt wird. Das ist zum einen die Holunderbeere, die sich für Saft, Gelee und Süßspeisen eignet. Wichtig ist hier, die Beeren vor dem Verzehr zu kochen, da sie sonst zu gesundheitlichen Beschwerden führen können. Und zum anderen ist die Hagebutte reif, aus der man Muß und Tee herstellen kann.

Herbst – Zeit der Wurzeln

Im Herbst ziehen sich viele Pflanzen für den Winter in den Boden zurück. Das ist die perfekte Gelegenheit, um nach Wurzeln zu graben, denn auch die sind bei einigen Wildpflanzen sehr schmackhaft. Das Graben lohnt sich zum Beispiel bei Löwenzahn, Bärwurz, Beinwell, Margeriten und Wilder Möhre.

Und wie bereitet man Wildpflanzen am besten zu?

Tipps und Tricks für die Zubereitung liefert unser Artikel Unkraut essen .

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Nadine Carolin Wahl schreibt als Freie Autorin über Selbstversorgung und alternative Lebensweisen. Sie ist Gründerin von „Wilde Kultur“ und lebt zur Zeit auf einem Hof im Hochschwarzwald.