Klimaschutz made in China

Noch wird den Chinesen angekreidet, hauptverantwortlich für den Anstieg der weltweiten Primärenergienachfrage zu sein. Doch das könnte sich bald ändern. Die Chinesen setzen auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

300 Milliarden Euro will China in den kommenden Jahren in erneuerbare Energien investieren und so deren Ausbau massiv vorantreiben. Der Schwerpunkt soll dabei auf der Windenergie liegen. Ziel ist eine Verdreifachung des bisherigen Ausbauziels von 30 Gigawatt auf 100 Gigawatt Strom bis 2020. Derzeit liegt China mit rund zwölf Gigawatt Windstrom weitweit auf Platz vier hinter den USA, Deutschland und Spanien.

Auch in Sachen Energieeffizienz zeigt sich China ambitioniert. Um vier Prozent soll diese jährlich steigen, so Pekings Sonderbotschafter für internationale Klimaverhandlungen Yu Qingtai im Spiegel Online-Interview.

Außerdem will China in diesem Jahr rund 63 Millionen Euro für die Kaufförderung von 120 Millionen Energiesparlampen ausgeben. Mit dem Austausch ineffizienter Glühlampen durch die energiesparenden Kompaktleuchtstofflampen sollen rund 6,2 Milliarden Kilowattstunden elektrischer Energie eingespart werden. Die Regierung verspricht sich dadurch 6,2 Millionen Tonnen CO2– und 62.000 Tonnen Schwefeldioxid-Einsparung.

Corinna Lang

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