Klimafreundlich feiern auf der Global Work Party

Mitte dieses Jahres diskutierten die Teilnehmer der UN-Klimakonferenz in Bonn wieder einmal über Pläne zu CO2-Emissionsminderungen und Anpassungsmaßnahmen. Die Verteilung der angekündigten Gelder zum Klimaschutz sowie zur Anpassung der ärmeren Länder an den Klimawandel blieb dabei ungeklärt.

Wohl aus diesem Grund ist bei den Entwicklungsländern von den auf der Kopenhagener Konferenz zugesagten 25 Milliarden Euro für kurzfristige Hilfe noch nichts angekommen. Und laut Spiegel online hat Deutschland die im Dezember 2009 zugesicherten Finanzhilfen inzwischen auf ein Sechstel der ursprünglichen Summe gekürzt. Entwicklungsländer müssen ihre Wirtschaft jedoch umgestalten, um Treibhausgasemissionen zu verringern. Ohne ausreichend finanzielle Unterstützung ziehen sie bei den Klimaschutzzielen nicht mit.

Während die einzelnen Machthaber also noch immer uneins über Zugeständnisse sind, planen deren Bürger gemeinsam aktiv zu werden:

So findet beispielsweise am 10. Oktober diesen Jahres (10.10.10) die Global Work Party , auf der klimafreundliches Wirtschaften initiiert und mit der Öffentlichkeit zelebriert werden kann, statt. Hinter diesem Projekt steckt die internationale Kampagne 350.org. Die Bezeichnung 350 entspringt der von der Wissenschaft empfohlenen oberen Grenze für CO2 (in parts per million) in der Atmosphäre, um beispielsweise dem Schmelzen des Permafrostbodens sowie der Gletscher entgegenzuwirken.

Die Initiatoren setzen auf demonstrative Veranstaltungen, weil sie im innovativen, nachhaltigen Wirtschaften den Schlüssel zur gewünschten Emissionsminderung sehen und dies auch zu vermitteln wissen. Mit den weltweiten Aktionen der Global Work Party wird nun erneut versucht einen Richtungswechsel herbeizuführen. Dabei sind die Möglichkeiten, den Tag zu gestalten, sehr variabel und reichen von Stromwechselparties über Müllräumaktionen zu Carrotmobs und vegetarischen Picknicks. Man kann sich auch an der 10:10 Campaign beteiligen und versuchen seinen CO2-Verbrauch innerhalb eines Jahres um zehn Prozent zu drosseln. Wer in unmittelbarer Nähe noch keine Kampagne vorfindet, an der er teilnehmen kann, ist mit einer eigenen Idee willkommen, um die bisher 3.825 geplanten Aktionen in 171 Ländern mit einer neuen zu bereichern.

Natürlich wirken die einzelnen Projekte sich nicht auf die CO2-Emissionen aus und haben eher Symbolcharakter. Denn der Wille der Beteiligten einfache Möglichkeiten zu nutzen und gemeinsam zu handeln kann wiederum andere Menschen motivieren. Und wenn die Aktionen am 10. Oktober in den Medien eine Resonanz auslösen, schwingt die Vision vielleicht auch bis in die oberen Machtetagen.

Jenny Lohse

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