Klima tatsächlich im Wandel?

Wüste; Foto: shutterstock

Die Energiewende ist in aller Munde. Auch der Klimawandel ist nach wie vor ein großes Thema. Was die globale Erderwärmung angeht, so werden Skeptiker gerade vom aktuellen (Sommer-) Wetter unterstützt. Zumindest in unseren Breitengeraden dürfte von der Erderwärmung nicht viel zu spüren sein, Bibbersommer und eher herbstliches Wetter prägen den Deutschen Sommer.

Aufwind gab es für die Gegner des Klimawandels schon einmal, damals jedoch von „ganz oben“. Als im November 2009, unmittelbar vor der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen, Wetterdaten der Climatic Research Unit (CRU) durch einen Hackerangriff an die Öffentlichkeit gelangten, fühlten sich zahlreiche Skeptiker in ihrer Meinung bestätigt, der Klimawandel wäre eine rein hausgemachte Politik und gar nicht so dramatisch, wie dargestellt.

Einige Wissenschaftler hätten Daten absichtlich manipuliert und geheimgehalten, damit diese nicht im Bericht des Weltklimarats auftauchten. Nach der Prüfung der so genannten Climagate-Affäre durch verschiedene Institutionen konnte den Wissenschaftlern jedoch kein Fehlverhalten und keine Manipulation nachgewiesen werden, für Aufruhr hatte die ganze Aktion jedoch durchaus gesorgt.

Und nicht zuletzt wurde der Skepsis erneut Nahrung zuteil. Erwärmt unsere Erde sich nun, oder nicht? Ist die Klimaprognose tatsächlich nur auf einer ungenauen Berechnung aufgebaut, von der die Forscher genaue Kenntnis haben, aber brav Stillschweigen bewahren? Den vielen Angriffen von Skeptikern zufolge, die auch nach der Aufklärung der Affäre keineswegs nachgelassen haben, ist der Klimawandel reiner Unfug. Da Angriff und vor allem Ehrlichkeit noch immer die besten Waffen sind, haben die Wissenschaftler nun auf Anraten des britischen Klimaforschungszentrums Met Office eine Veröffentlichung von Fakten angestrebt, die den Klimawandel belegen. Oder zumindest für jeden die Möglichkeit bieten, sich selber eine Meinung zu bilden. Auf der Internetseite des Klimaforschungszentrums können ab sofort die Wetterdaten der letzten 150 Jahre von 5.113 Wetterstationen auf der ganzen Welt eingesehen werden. Ab sofort kann jeder sämtliche Klimadaten durch einen einfachen Klick einsehen, von Geheimniskrämerei kann dann wohl kaum noch die Rede sein.

Judith Schomaker

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