Hamburgs CO2-Emissionen gesunken

Hamburgs CO2-Emissionen sind im Jahr 2008 im Vergleich zu 2007 um 1,7 Prozent zurückgegangen. Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hat jetzt die CO2-Bilanz 2008 des Statistikamts Nord ausgewertet.

Die Hamburger CO2-Emissionen sind in 2008 demnach um 302.000 Tonnen gesunken, von 17,637 Millionen Tonnen auf 17,335 Millionen Tonnen. Nach vorläufigen Berechnungen geht von der CO2-Vermeidung ein gutes Drittel (rund 122.000 Tonnen) auf Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept Hamburg zurück.

Die CO2-Emissionen in Hamburg sind damit seit 1990 um 16,4 Prozent gesunken. Hamburg hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 40 Prozent weniger CO2 und bis 2050 mindestens 80 Prozent weniger (bezogen auf 1990) zu verursachen. Die Stadt stellt sich dieser Herausforderung durch die Fortentwicklung des Klimaschutzkonzeptes 2007 bis 2012 und die Vorbereitung eines langfristig orientieren Masterplans Klimaschutz. Die aktuellen Zahlen machen deutlich, dass die Klimaschutzbemühungen von EU, Bund und Senat zwar Früchte tragen, jedoch bis 2008 noch nicht ausreichten, um im langjährigen Mittel die notwendigen Einsparungen zur Erreichung der Klimaschutzziele zu erreichen.

Im gewerblichen Bereich ist insbesondere der Erdgasverbrauch rückläufig. Bei den Haushalten ist trotz steigender Wohnfläche der Heizenergiebedarf zurückgegangen. In der Industrie fallen die CO2-Emissionen seit 2003, insbesondere beim Verbrauch von Gasen in der Produktion. Im Verkehr wirkt sich der Trend von Fahrzeugen mit Ottomotor hin zu Dieselfahrzeugen mit geringeren CO2-Emissionen aus. Außerdem macht sich der steigende Verbrauch von Biokraftstoffen emissionsmindernd bemerkbar. Gebremst wurden die Einsparungen in 2008 durch ein relativ starkes Wirtschaftswachstum von rund vier Prozent.

Die CO2-Statistik ist ein wichtiges Werkzeug, um die Wirksamkeit von Klimaschutzmaßnahmen zu beurteilen. Sie erscheint zwar jährlich, kann aber wegen sehr komplexer Berechnungen immer nur den CO2-Ausstoß vor zwei Jahren darstellen. Die nächste CO2-Statistik folgt in einem Jahr und betrachtet die Entwicklung 2009.

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt in Hamburg

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