Weniger CO2-Emissionen durch Mitarbeiter-Anreizsysteme

Motivation der Mitarbeiter CO2-Emissionen zu senken
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Die Energiewende und der sorgfältige, schonende Umgang mit Ressourcen sind schon lange kein Außenseiterthema mehr. Ob beim Einkauf, im Alltag oder auf dem Weg zur Arbeit – fast in jeder Situation ist es möglich, natürliche Ressourcen zu schonen und Emissionen einzusparen.

Viele Menschen sind für dieses Thema bereits ausreichend sensibilisiert. Strebt ein Unternehmen jedoch eine deutliche Reduzierung von CO2-Emissionen durch seine Mitarbeiter an, ist es wenig sinnvoll, allein auf Einsicht und Altruismus zu setzen. Anreizsysteme setzen dagegen klare Ziele und zeigen für jeden Mitarbeiter verständlich Möglichkeiten auf, jeden Tag aktiv an der Einsparung von CO2-Emissionen teilzuhaben.

Emissionsarm zur Arbeit

Die mit Abstand meisten CO2-Emissionen erzeugen Mitarbeiter auf dem Weg zur und von der Arbeit. Aktuellen Zahlen zufolge legen mehr als 2/3 der Arbeitnehmer ihren Weg zur Arbeit mit dem Auto zurück – auch wenn sie in relativer Nähe zu ihrem Arbeitsplatz leben. Hier lohnt es sich besonders, Anreize zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu setzen, etwa in Form eines betriebseigenen kostenlosen oder kostengünstigen Shuttles oder eines Jobtickets für den öffentlichen Nahverkehr. Möglich ist es auch, ein Punktesystem, wie beispielsweise bei KAISER + KRAFT, einzuführen. Hier kann jeder Mitarbeiter abhängig vom Verkehrsmittel seiner Wahl Punkte sammeln, die in Boni eingetauscht werden können. Dabei gilt: Je umweltschonender die An- und Abfahrt zum Arbeitsplatz, desto mehr Punkte werden gewährt. Konkret bedeutet das:

– drei Punkte für Fahrten mit dem Rad
– zwei Punkte für Fahrten mit Bus und Bahn und
– ein Punkt für Fahrten innerhalb einer Fahrgemeinschaft

Ressourcenschonend arbeiten

Auch während der Arbeitszeit ist es möglich, direkt und indirekt positiv auf den Ausstoß von CO2-Emissionen einzuwirken. So wirkt sich schon die richtige Auswahl eines Computers und anderer Hardware wie z.B. Druckern positiv auf die Emissionsbilanz aus – schließlich belasten Herstellung, Transport und Nutzung dieser Geräte das Klima ebenfalls. Darüber hinaus bedeutet Stromsparen am Arbeitsplatz in der Regel gleichzeitig eine Verringerung von CO2-Emissionen. Schon kleine Handgriffe wie das Ausschalten nicht benötigter Geräte und Lampen hilft dabei, die Ökobilanz zu verbessern. Um Mitarbeiter dafür zu sensibilisieren, bieten sich vor allem Schulungen und Aktionstage an. Verbinden lassen sich derartige Anstrengungen mit kleinen Boni für alle Mitarbeiter – etwa dann, wenn der Stromverbrauch des Unternehmens bzw. im Verwaltungsgebäude innerhalb eines bestimmten Zeitraums unter einem bestimmten Grenzwert bleibt.

Geschäftsreisen emissionsarm planen

Ab einer bestimmten Hierarchieebene zählen auch Geschäftsreisen zum beruflichen Alltag – und auch hier ist es möglich, CO2-Emissionen zu reduzieren. Das Fahrrad ist hier zwar oftmals keine gute Wahl. Ein Bonussystem kann aber z.B. die Nutzung von Fahrgemeinschaften und öffentlichen Verkehrsmitteln oder die Übernachtung in Unterkünften mit guter Klimabilanz honorieren – die ersten klimaneutralen Hotels sind schon Realität. Darüber hinaus kann auch die sinnvolle Planung von Geschäftsreisen im Allgemeinen honoriert werden, etwa die gezielte Planung und Zusammenlegung verschiedener Termine, um mehrfache Anreisen zu vermeiden.

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2 Bemerkungen

  • Das Arbeitgeber damit begonnen haben, ihre Mitarbeiter für umweltschonendes Verhalten zu belohnen, ist eine gute Sache. Auch in der Politik wird man sich mehr Gedanken darüber machen müssen, wie umweltbewusstes Verhalten belohnt und damit gefördert werden kann.Geeignete Modelle sind möglich, doch die Gewinner sollten dieses Mal auch die Menschen sein, die im Sinne einer gesunden und nachhaltigen Umwelt etwas tun.

  • Ich finde das eine sehr gute Idee. Manchmal braucht es nur eine kleinen „Schubs“, um sich umzustellen. Und wenn viele mitmachen, hat es dann auch einen Effekt. Manchmal muss man nur mal eine Schritt zurück machen, das Gesamtbild betrachten und sich und seine Routinen hinterfragen, um zu neuen Ein- und Aussichten zu kommen.