Erste Facebook-App mit Umweltaspekt

Güssing Renewable Energy stellt Facebook-App mit Umwelt-Mehrwert

Auf Burg Güssing in Österreich wurde kürzlich die erste Facebook-App vorgestellt, die für Umweltaspekte sensibilisiert. Die deutschsprachige Version des Facebookspiels „Great King City“ beinhaltet nachhaltige Energiekonzepte. Es handelt sich um ein Städtebau-Simulationsspiel, das zu Ehren des thailändischen Königs entwickelt wurde. Kinder, Jugendliche und Spielbegeisterte können spielerisch das Prinzip der Nachhaltigkeit erfahren, erklärt Michael Duchand, der Gründer des burgenländischen Spezialisten für erneuerbare Energien, Güssing Renewable Energy (GRE), der das Spiel vorstellte.

Zielgruppe des Spiels sind Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Die Facebook-App soll ihnen spielerisch den Umgang mit erneuerbaren Energien aus regional verfügbaren Ressourcen nahebringen sowie deren Bedeutung für Dörfer und Städte. In Great King City kann man unmittelbar erleben, welche Folgen das Fällen von Bäumen auf die Umwelt hat, welche erneuerbaren Energien es gibt und wie nachhaltige Stadtentwicklung funktioniert. Great King City weist auf die wechselseitige Abhängigkeit von Mensch und Natur hin und die Notwendigkeit eines sorgsamen Umgangs mit natürlichen Ressourcen. In unterschiedlichen Spielsituationen begegnen dem Spieler viele Aspekte autarken Stadt- und Agrar-Managements, wie das Pflügen von Feldern, das Anbauen und Ernten von Nutzpflanzen, die Viehzucht, das Errichten öffentlicher Versorgungseinrichtungen und vieles mehr. In Zusammenarbeit mit Güssing Renewable Energy wurden verschiedenen Technologien und Konzepte aus Güssing in das Spiel eingebaut, wie Carbon Recycling, thermische Biomasseerzeugung und Biogasanlagen.

Kosan Sapprasert, Project Manager bei Great King City, erläutert den Entstehungshintergrund des Spiels. Der König von Thailand wolle seine Nachhaltigkeitsinitiative möglichst vielen Menschen vorstellen. Social Media sei ein Weg, seine Botschaft schnell und unkompliziert zu verbreiten. Mit Great King City habe man eine Möglichkeit gefunden, das Konzept der Sufficiency Economy, des angemessenen Wirtschaftens, mit Social Media zu verbinden und so viele Menschen zu erreichen. Bis heute hat die App mehr als 160.000 registrierte User, vor allem aus dem thailändischen und englischsprachigen Raum. Nun soll das Spiel auch in Deutschland Verbreitung und möglichste viele Anhänger finden.

Josephin Lehnert

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