Erneuerbare Energie aus Deutschland für Brasilien

Brasilien wird immer mehr zu einem der Hauptexportziele für erneuerbare Energietechnologien wie Biogasanlagen sowie Wasser- und Windkraftanlagen. Das Schwellenland hat großen Bedarf an alternativen Energiesystemen, um seinen rapide steigenden Energiebedarf zu stillen und von der Abhängigkeit vom Öl wegzukommen.

Die Bewältigung des globalen Klimawandels erfordert Klimapartnerschaften vor allem mit den Entwicklungs- und Schwellenländern. Besonders wirksam sind dabei Kooperationen, die auch von der Wirtschaft mitgetragen werden. Biogasanlagen als klimafreundliche Art der Energieerzeugung konnten sich bisher in Brasilien noch nicht durchsetzen.

Aus Gülle Energie gewinnen

Um dies zu ändern, fördert die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) mbH im Rahmen des Programms „Klimapartnerschaften mit der Wirtschaft” des Bundesumweltministeriums in der Region Santa Catarina eine Demonstrationsanlage, die aus Gülle Energie gewinnt. Privater Partner ist ein Konsortium der Unternehmen MVV decon GmbH und ECO Conceitos sowie dem Wirtschafts- und WissenschaftsZentrum Brasilien-Deutschland.

Im brasilianischen Bundesland Santa Catarina leben viele Menschen von der Schweinezucht. Unkontrolliert entsorgte Gülle und hohe Methanemissionen belasten Umwelt und Klima. Hier setzt das Projekt an: Biogasanlagen verwenden die nicht genutzte Biomasse, um Strom zu erzeugen. So werden Umwelt und Klima geschont und die Mastbetriebe erhalten eine weitere Einkommensquelle.

Wasser- und Windkraft aus dem Amazonas

Ein anderes Beispiel kommt aus dem brasilianischen Bundesstaat Manaus, wo der deutsche Turbinen- und Papiermaschinenhersteller Voith auf einer Fläche von 55.000 Quadratmetern ein Werk für Wasserwerkgeneratoren baut. Die Wahl fiel auf die Amazonasmetropole, weil sie nahe der im Bau befindlichen Wasserkraftwerke Santo Antonio und Jirau liegt, die Voith beliefert.

Der Elektrokonzern GE plant bis 2012 Investitionen in Höhe von 250 Millionen US-Dollar. Schwerpunkt wird der Bau von Turbinen für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) sein. Ein weiteres Betätigungsfeld ist der Bau von Windkraftturbinen. Rund zehn Millionen US-Dollar sollen in ein Reparaturzentrum für Turbinen in Petrópolis bei Rio de Janeiro fließen.

Daniel Seemann

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